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Web-Handel: Mauerblümchen statt Umsatz-Turbo

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von Thomas Pressberger | 29.07.2010 | 18:43

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Web-Handel: Mauerblümchen statt Umsatz-Turbo

Die Erwartungen waren hoch gesteckt, doch heute hat der Internet-Handel nur zehn statt 50 Prozent am Einzelhandelsumsatz.

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Aus dem Höhenflug des Online-Handels ist nichts geworden, ein wichtiges Segment ist er heute trotzdem

Zahl

5 Milliarden
Das Umsatzvolumen des Internet-Handels liegt in Österreich derzeit bei rund fünf Milliarden €. Das sind neun Prozent der gesamten Ausgaben im Einzelhandel.
In den letzten zwölf Monaten haben rund vier Millionen Österreicher (57 Prozent) um durchschnittlich 1250 € im Web eingekauft.

„Die Erwartungen vom Internet-Handel waren anfangs völlig überzogen, aber trotzdem ist er heute ein wichtiges Segment im Einzelhandel", sagt Peter Voithofer, Geschäftsführer der KMU Forschung Austria. Manche Experten und Institute sprachen von einem Online-Potenzial von 50 Prozent am gesamten Einzelhandel, tatsächlich werden heute neun Prozent der einzelhandelsrelevanten Konsumausgaben über das Internet abgewickelt. Die Zehn-Prozent-Marke soll langfristig nicht wesentlich überschritten werden.

Begonnen hat alles mit der Gründung des Online-Händlers Cadabra 1994 in den USA - heute besser bekannt unter dem Namen Amazon.com. 1995 startete das Internet-Auktionshaus eBay, womit laut Experten die wahre Geburtsstunde des Internet-Einzelhandels angebrochen ist. Es habe sich dadurch nicht nur die Handelslandschaft revolutioniert, sondern auch das Konsumentenverhalten nachhaltig verändert.

Die ersten Suchmaschinen, wie Altavista, Lycos und Yahoo, verbesserten die Voraussetzungen des Handels im Internet. Im Jahr 2000 kam es nach dem Platzen der Dot-com-Blase zu einer Konsolidierungswelle, zahlreiche Online-Shops wurden wieder geschlossen.

Meilensteine

Meilensteine in Österreich waren die Geburtsstunde der Internet Services AG im Jahr 2000. Fast zeitgleich bot Rewe unter dem Namen Merkurdirect.com Lebensmittel online mittels Hauszustellung zum Verkauf an. Die Website eBay.at legte 2002 los und zählt heute zu den meistbesuchten E-Commerce-Seiten.

Heute hat der Online-Handel in Österreich ein Volumen von fünf Milliarden €. 73 Prozent aller Österreicher haben zumindest einmal online eingekauft, 57 Prozent in den letzten zwölf Monaten. Die erfolgreichsten Produktgruppen sind Bekleidung und Textilien, Bücher und Zeitschriften sowie Elektro- und Elektronikgeräte.

Die Kunden schätzen die einfache Bestellung und Bezahlung, skeptisch macht sie, dass sie die Ware nicht überprüfen können, auch fehlt das Einkaufserlebnis und die Beratung.
„Der Online-Handel wird auf Wachstumskurs bleiben", sagt Voithofer. Die ursprünglichen Erwartungen wird er aber nie erreichen.

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