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Dialog-backdrop Brenner Basistunnel-Chef warnt vor MilliardenverlustVerkehr. Verzögerungen beim Bau des Brenner Basistunnels um 3,5 Jahre würden die Projektkosten um bis zu eine Milliarde € in die Höhe treiben. Innsbruck. Der offizielle Baustart für den Brenner-Bahntunnel war im April 2011. Mit den teuren Hauptröhren hätte 2016 begonnen werden sollen. Jetzt überlegt die Bundesregierung, diesen Termin im Zuge des Sparpakets um dreieinhalb Jahre nach hinten zu verschieben. Konrad Bergmeister, Vorstand der Brenner Basistunnel SE, ist zwar über die Verschiebungsdiskussionen nicht völlig überrascht ("bei allen Großprojekten gibt es so etwas"), warnt aber gleichzeitig: Jedes einzelne Jahr Verzögerung kostet bis zu 350 Millionen €, die Baustellen jetzt auf kleine Flamme zu setzen, treibe die Kosten in die Höhe, dreieinhalb Jahre Bauverzögerung würden das Projekt um bis zu eine Milliarde € verteuern. Acht Milliarden € Das 55 Kilometer lange Tunnelprojekt kostet auf Preisbasis 2010 insgesamt acht Milliarden €, die EU hat bisher laut Bergmeister 900 Millionen € davon gezahlt bzw. zugesagt, den Rest teilen sich Italien und Österreich. Allerdings: Wenn nicht rechtzeitig gebaut wird, fließen diese Gelder nicht. Es wackelt hier eine Summe, die ebenfalls Milliardenhöhe erreichen kann. Für die nächste Finanzierungsperiode hat die EU die Bereitschaft angedeutet, 40 Prozent der Baukosten zu übernehmen. 400 Millionen € sind bisher schon investiert worden, zu weiteren 115 Millionen € hat man sich vertraglich verpflichtet. Einsparungen Bergmeister kann sich vorstellen, 200 bis 300 Millionen € einzusparen, wenn man auf einige Bauteile verzichtet (z. B. auf Überholmöglichkeiten für schnelle Züge); denkbar sei auch, das die allerneueste Tunnelbautechnik (die im trockenen Erdreich einschalige Tunnelbauten ermöglicht), Einsparungen möglich macht. Das Projekt zu verzögern, sei für ihn undenkbar, sagte er im Vorfeld des "BrennerCongress 2012", der im Rahmen der diesjährigen Verkehrsinfrastrukturmesse Viatec in Innsbruck (15. bis 17. Februar) stattfinden wird. Italiens Regierungschef Monti stehe trotz aller Budgetpläne voll zum Projekt, berichtet Bergmeister von jüngsten Gesprächen in Rom. mehr WirtschaftsBlatt heute…
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