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Dunkle Wolken über dem Friedens-Talk

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von Tamara Depolo | 18.12.2007 | 23:16

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Dunkle Wolken über dem Friedens-Talk

Zagreb. Was für Österreich selbstverständlich ist, ist am Balkan seit 17 Jahren ein Dauerk(r)ampf: Die Rede ist vom sogenannten "friedlichen Zusammenleben". Angesichts der Kosovo-Frage und der latent explosiven Koexistenz in Bosnien-Herzegowina ein mehr als aktuelles Thema.

Vorschläge, wie das Post-Konflikt-Management in Südosteuropa funktionieren kann, fasste der langgediente österreichische und europäische Diplomat, ehemaliger Hoher Repräsentant in Bosnien und profunder Balkan-Kenner Wolfgang Petritsch im Essay-Werk "Conflict and Renewal: Europe Transformed" zusammen. Seit dem Herbst absolviert Petritsch eine kleine Buchpräsenta tions-Tour, die ihn auch nach Zagreb führte. Führungs stärke sei es, die die EU jetzt in der Kosovo-Frage unbedingt zeigen müsse, betonte Petritsch.

Auch bei diesem Event heimste das Geburtstagskind (das Buch erschien anlässlich des 60ers von Petritsch) höchstes Lob für seine Friedensbemühungen ein, "sodass es fast unangenehm ist", wie er selbst meinte. Diesmal lobten der EU-Parlamentarier und Co-Herausgeber Hannes Swoboda und Helga Konrad, Österreichs Botschafterin in Kroatien.

Petritsch engagierte sich auch humanitär, er adop tierte einen Buben aus einem bosnischen Waisenheim. Er und Co-Herausgeber Christophe Solioz (Genfer Center for European Integration Strategies) haben prominenteste Essay-Autoren gewonnen, darunter Madeleine Albright, Erhard Busek, Carla del Ponte, Joschka Fischer, Boris Nemsic, Herbert Stepic und die Staatspräsidenten der Nachfolgestaaten Jugoslawiens.

Nach Zagreb war der Telekom Austria-Boss Boris Nemsic geladen, entschuldigte sich aber. Auch Kroatiens Präsident Stipe Mesic war unabkömmlich, da er gerade einen Regierungsbildungsauftrag zu checken hatte. Mitgefeiert hat unter anderen auch Essay-Autor, Ex-Diplomat und nun Immorent Serbien-Chef Alexander Petritz.

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