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Dialog-backdrop Schwere Vorwürfe gegen AWD-KeilerEin Anleger wirft dem AWD grob fahrlässige und unrichtige Beratung sowie Gebührenreiterei vor. Der Finanzvertrieb bestreitet die angelasteten Beratungsfehler. Der Finanzstrukturvertrieb AWD hat erneut massiven Ärger am Hals. Diese Tage flattert dem "Wirtschaftsberatungsunternehmen" eine saftige Klage ins Haus. Der ehemalige AWD-Kunde Christian N. wirft dem Finanzvertrieb unter anderem vor: "grob fahrlässige, unrichtige und unvollständige Beratung", Empfehlung zum "Kauf von Wertpapieren auf Kredit", keine Verhinderung des Schadens durch "Abraten eines Stopp- Loss-Limits" und "Gebührenreiterei durch eine ungewöhnlich hohe Zahl an Transaktionen". N., der vom Anlegeranwalt Wolfgang Haslinger vertreten wird, beklagt einen Investmentschaden in Höhe von mehr als 60.000 € - ein Schaden, der für N. existenzbedrohend ist. Bunte Vorgeschichte Vor etwa fünf Jahren geriet N. an einen AWD-Berater, der N.s "Veranlagung in Sparbücher und Bausparverträge schlechtmachte", wie es in der Klage heißt, und die Veranlagung in Immobilien lobte: "Immo finanz sei super". Der AWD-Keiler zählte laut Klagsschrift die Vorteile auf: Es handle sich dabei um ein Investment in einen Fonds, der in breit gestreute Sachwerte (Immobilien) investiere, der sehr sicher sei, und ein Totalverlust sei ausgeschlossen. aute dem Berater. Es folgte eine erste Beratung zum Ankauf eines "inländischen Fonds", heißt es in dem Schriftsatz weiter. Dass es sich bei der Immofinanz um eine Einzelaktie handelt, "wurde zu keinem Zeitpunkt erwähnt". Im Sommer 2005 wurde N. empfohlen, einen Bausparvertrag vorzeitig aufzulösen und in Immofinanz-Immoeast zu investieren. Zugleich wurde N. die Aufnahme eines Fremdwährungskredits in Schweizer Franken angedient. Damit wurden rund 71.000 € erneut in die "Immofinanz" investiert. Der Vorteil laut AWD-Betrater: Die Immofinanz- Erträge seien höher als die Kreditzinsen. Im Dezember vermittelte der AWD-Keiler einen weiteren Franken- Kredit (40.000 €). Zugleich wurde dem Kunden empfohlen "einen Großteil der Immofinanz- Wertpapiere zu verkaufen und dafür Eco Business- Aktien zu erstehen. Eco sei die "sicherste, bewährteste Aktie der Wiener Börse", soll der AWD-Mitarbeiter behauptet haben. "Ab diesem Zeitpunkt erfolgten auf Anraten des AWDBeraters letztlich für N. nicht mehr nachvollziehbar, unzählige An- und Verkäufe von Wertpapieren", schreibt Anwalt Haslinger in der Klage. "Trotz bereits massiv fallender Kurse wurde N. noch im Juni 2007 von einem raschen Ausstieg bei Immoeast-Immofinanz abgeraten, sondern sogar geraten, Immoeast zu kaufen." Entgegen den AWDRatschlägen setzte N. dann ein Stopp-Loss-Limit durch. Gerichtliches Nachspiel "Die Klage ist uns noch nicht zugestellt worden", sagt AWD-Sprecher Hansjörg Nagelschmidt. "Es gab einen Schriftverkehr mit dem Kunden. Wir gehen davon aus, dass es keine Beratungsfehler gab". mehr Archiv… |
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