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Dialog-backdrop Die häufigsten Fehler beim Krisenmanagement* Wer glaubt, mit den Alltagsstrukturen kriegt man einen Krisenfall in den Griff, irrt. "Das schafft man nicht", predigt Bruno Hersche. "Dazu ist ein eigener Krisenstab mit eigener Führungsstruktur nötig." * Immer wieder werden die Positionen im Krisenstab mit den "falschen" Leuten besetzt. Den Geschäftsführer zum Führer des Krisenstabs zu machen, ist fatal. Dem muss man den Rücken freihalten, u. a. für Behörden- und Medienkontakte. * Nur zwei Personen für eine Funktion vorzusehen, ist ebenfalls fatal. "Katastrophen passieren immer im dümmsten Augenblick, also wenn der eine gerade Urlaub macht und der andere im Krankenstand ist", warnt Hersche. An ausreichend Personal für den Krisenstab selbst, aber auch für ein Assistenzteam (Telefonzentrale, Kommunikationsabteilung etc.) führt kein Weg vorbei. * Das größte Problem bei der Krisenkommunikation ist meist die Unterbesetzung der zuständigen PR-Abteilung. Nicht fehlende Qualität, sondern fehlende Quantität ist laut Hersche hier das häufigste Problem. * Fehlende Checklisten sind eine weitere "Todsünde". Checklisten kann man nicht aus dem Stand machen, sondern diese müssen bestens vorbereitet sein. * Und last but not least müssen Krisenmanagementsysteme nicht nur erarbeitet, sondern im Unternehmen auch implemetiert werden. Das bedeutet unter anderem Schulungen für Krisenstab und Assistenzteam sowie jährlich eine Krisenstabsübung. Hersche: "Leider finden Schulungen oft nicht statt, weil dafür die Zeit der Mitarbeiter nötig ist." mehr Archiv…
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