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Dialog-backdrop "Wir sind am CERN ganz massiv gewachsen"Die Zusammenarbeit zwischen dem in Eisenstadt ansässigen Software-Unternehmen ETM professional control (seit zwei Jahren eine Siemens-Tochter) und dem CERN besteht seit 1999. Damals suchte die europäische Organisation für Kernforschung eine geeignete Software für die Überwachung und Registrierung des Teilchenbeschleunigers LHC (Large Hadron Collider). Die Wahl fiel auf das Prozessvisualisierungs- und Steuerungssystem PVSS von ETM, das seit 1996 unter anderem für die Steuerung und Kontrolle von Tunnelsystemen, U-Bahnen und Pipelines eingesetzt wird. "70 Prozent aller Tunnels in Österreich werden von PVSS gesteuert", sagt Geschäftsführer Bernhard Reichl. 75 Mitarbeiter arbeiten bei ETM. Durch die Aufzeichnung technischer Details kann etwa eruiert werden, ob der Tunnelwart in einer Situation richtig reagiert hat. Eingesetzt wird die Software auch international, etwa in der Türkei und in China. Einsatz erweitert. Am CERN sollte das Scada-System PVSS ursprünglich nur bei den vier Experimenten des LHC zum Einsatz kommen. Diese starteten 2008, wurden jedoch wenig später aufgrund technischer Probleme wieder abgebrochen, was nichts mit der Software zu tun hatte. "Dann hat man sich entschlossen, PVSS allgemein am CERN einzusetzen." In den ersten drei Jahren war die Zusammenarbeit, um die Software an die Erfordernisse am CERN anzupassen, "sehr intensiv. Wir sind am CERN ganz massiv gewachsen" Mit dem CERN habe ETM die Software so weit entwickelt, dass eine neue Nische, die Hochenergie-Anwendungen, im Unternehmen entstanden sei. Seither bestehe eine "informelle Entwicklunspartnerschaft mit dem CERN". Das Gewinnen von PVSS-Neukunden fällt seit der CERN-Beteiligung nicht nur durch die Weiterentwicklung des Produkts leicht. Reichl: "Das CERN ist eine unheimlich wichtige Referenz, weil wir beweisen konnten, dass unsere Software mit riesigen Datenmengen zurechkommt." Potenziellen Neukunden wird der Einsatz von PVSS am CERN gezeigt - eine Möglichkeit, die bei vielen Industrieunternehmen nicht besteht, weil man sich nicht in die Karten schauen lassen will. Auf diese Weise konnte etwa die englische Wasserversorgung als Kundin gewonnen werden. An "Partnertagen" werden regelmäßig bis zu 150 Leute eingeladen. Zwei bis drei Mal pro Jahr trifft sich ETM mit wichtigen Kunden am CERN zum Erfahrungsaustausch. Das Beispiel zeige, wie "aus Grundlagenforschung in manchen Bereichen praktische Dinge entstehen". Kommentare… Kommentar hinzufügen…mehr Archiv… |
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1 Kommentar
Da sieht man, wie wichtig CERN für Österreichs Wirtschaft ist
Ohne CERN wäre diese Firma eine ganz unbekannte Softwarefirma unter vielen anderen. Daher denke ich, dass auch die Wirtschaft in Österreich eine Stellungnahme zum geplanten Austritt Österreichs aus dem CERN leifern soll!
Von Gast: Gast: NewAtair am 14.05.2009 um 22:55
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