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Dialog-backdrop Konjunktur zwischen Hoffen und BangenAlle Welt fürchtet sich noch vor einem Einbruch der Konjunktur in China, die im Vorjahr den weltweiten Absturz gebremst hatte. Aber jetzt regt sich wieder Hoffnung. In Fernost hatte noch die Sorge überwogen, dass die Maßnahmen Chinas zur Abschöpfung der Über-Liquidität die Konjunktur in der bald zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt abwürgen könnten (in Kaufkrafteinheiten gerechnet liegt China schon vor Japan). Schließlich hatte das nahezu ungebremste Wachstum im Reich der Mitte im Vorjahr den Totalabsturz der Weltwirtschaft verhindert. In Hongkong kam es zu einem regelrechten Kursgemetzel. Wenige Stunden später, als die Börsen in Europa ihre Tore öffneten, überwog schon wieder die Hoffnung. Repräsentiert etwa durch eine Branchenanalyse von Nomura, die die russischen Stahlerzeuger Severstal und Evraz sowie ihre Kohlelieferanten Mechel und Raspadskaya zum Kauf empfehlen - sowohl Nachfrage als auch Preise sollten steigen. Für Severstal wurde das Kursziel gleich um 65 Prozent hinaufgesetzt, für die Kohleerzeuger um die Hälfte. Novolipetsk, von Nomura nicht erwähnt, bekam von HSBC ein "Übergewichten" verpasst (nach bisher "Neutral"), und Magnitogorsk gab bekannt, dass es im Vorjahr 43 Prozent ihrer Exporte in den Mittleren Osten verkauft hat. Auch Kasachstan kämpft mit einem typischen Hochkonjunktur-Problem: Die Zentralbank hat versprochen, die Landeswährung, den Tenge, der wegen gestiegener Rohstoffexporte wieder starke Aufwärtstendenz zeigt, nicht über 147,5 je Dollar steigen zu lassen. Der Dollar soll rund um 150 Tenge wert sein, ein Auf oder Ab um 0,3 Prozent sei "nichts Schreckliches", ließen die Kasachen wissen. Ein ähnliches Problem hat Tschechien: Nach gestiegenen Exporten hat auch die Krone angezogen. In Russland feierten Gazprom, Lukoil, TNK-BP, Evraz und das TV-Netzwerk CTC Media den Sieg Viktor Janukowitschs in der Ukraine, weil die UniCredit Vorteile für diese Unternehmen erwartet (siehe auch S. 9). Sieger in Mitteleuropa ist der Pharmazeut Egis, der für die südkoreanische Celltrion den Vertrieb in 17 osteuropäischen Ländern übernimmt. Das soll fünf Prozent mehr Netto- gewinn bringen. mehr Archiv… |
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