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Demokratie einmal von unten

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von Thomas Jäkle | 08.02.2010 | 20:37

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Demokratie einmal von unten

Da sag einer, Kunden hätten keine Chance gegen das Diktat eines Unternehmens, das seine Marktmacht ausgerechnet in der Wirtschafts krise ausspielt. Seit Sonntag ist die Idylle inmitten der fruchtbaren Obst- und Gemüsefelder des nordbadischen Städtchens Walldorf gestört. Oder ist alles wieder okay?

Bei SAP, wo neben Bits und Bytes seit 1988 auch der Imperativ der internationalen Finanzwelt gilt, wurde über Vorstandschef Léo Apotheker am Tag des Herrn gerichtet. Er hatte sich verspekuliert, als er vor gut einem Jahr seinen Kunden (nicht Gegnern!) einen satten fünfprozentigen Zuschlag auf bestehende Wartungsverträge verordnen wollte, zuletzt aber zurückrudern musste.

Kein Wunder, dass es selbst für SAP-Insider nicht überraschend kommt, dass Hasso Plattner, Ex-Vorstand, als Aufsichtsrat aber noch immer die graue Eminenz, dem Treiben ein Ende setzt. Doch Plattner dürfte nicht nur das Ohr beim Kunden gehabt haben. An der (Mitarbeiter-) Basis in der Konzernzentrale rumort es kräftig: Es sei eine Frage der Zeit, wann "der Hasso dazwischenfährt" - von (fast) ganz unten.

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