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Minsk umgarnt europäische Investoren

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von Agenturen, Michael Laczynski | 08.02.2010 | 20:39

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Minsk umgarnt europäische Investoren

Minsk/München. Nicht nur in der Ukraine ist die Positionierung zwischen West (also der EU) und Ost (gleichbedeutend mit Russland) ein heißes Thema. Auch im benachbarten Weißrussland - das oft wenig schmeichelhaft als letzte Diktatur Europas bezeichnet wird - sorgt man sich um das Verhältnis zu den wichtigen Nachbarn.

Bei der Sicherheitskonferenz in München, die am Sonntag zu Ende gegangen ist, kündigte der weißrussische Außenminister Sergei Martynow die Öffnung seines Landes für ausländische Investoren an. "Wir hätten gerne mehr Direktinvestitionen und möchten Interessenten wilkommen heißen." In Weißrussland aktiv sind derzeit unter anderem der Telekom-Ausrüster Kapsch CarrierCom sowie die Mobilkom Austria, die den Handynetzbetreiber velcom kontrolliert. Interesse an einer Investition wurde zuletzt auch dem Tiroler Holzwerkstoffproduzenten Egger nachgesagt - 38,3 Prozent der Landesfläche sind mit Wald bedeckt.

Außenminister Martynow nannte in München sogar Branchen, die nach Investoren Ausschau halten würden - Petrochemie, Energie und Automobilindustrie könnten "von Interesse" sein. Nach offiziellen Angaben laufen in Weißrussland (konkret im Traktorenwerk Minsk) sechs Prozent der weltweit produzierten Traktoren vom Band.

Mit dem großen Nachbarn im Osten, mit dem Minsk eine Zoll- und Handelsunion eingehen will, laufen die Geschäfte indes nicht immer friktionsfrei. Zuletzt wurde heftig über die Transitgebühren für russisches Öl, das Richtung Westen gepumpt wird, gestritten. Und auch der Transit von Strom sorgt immer wieder für Konflikte mit Moskau.

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