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Aktiendeals: Vorstände signalisieren Zuversicht

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von Christian Kreuzer | 08.02.2010 | 20:39

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Aktiendeals: Vorstände signalisieren Zuversicht

Vorstände kaufen wieder Aktien des eigenen Unternehmens. Nur Conwert-Verwaltungsrat Kerbler tanzt aus der Reihe. Er setzt sein Verkaufsprogramm auch 2010 fort.

Günter Kerbler, Conwert-Verwaltungsrat, schwimmt gerne gegen den Strom. Während viele Unternehmenschefs und Aufsichtsräte Aktien des eigenen Unternehmens kaufen, trennt sich Kerbler von seinen Conwert-Papieren. Vor wenigen Tagen veräußerte er 100.000 Stück im Gegenwert von knapp einer Million €. Der Gründer der Immobiliengesellschaft setzt damit auch 2010 sein Verkaufsprogramm fort. Im Vorjahr stieß er knapp zwei Millionen Conwert-Aktien ab.

Die übrigen "Insider" wollen dagegen Zuversicht signalisieren und kaufen eigene Aktien zu. So hat sich Stefan Pierer, Chef der angeschlagenen KTM Power Sports, Anfang Februar 20.000 Stück des Motorradherstellers ins Depot gelegt. Der Preis dafür liegt bei 320.000 €.

Kauffreudige CEOs

Auch Eduard Zehetner, Chef der Immofinanz, vertraut weiterhin seinen eigenen Sanierungsfähigkeiten. Sein Immo finanz-Aktienbestand erhöhte sich Ende Jänner um 10.000 Papiere. Er zahlte dafür 2,40 € je Aktie. Schon 2009 war Zehetner unter den österreichischen CEOs einer der kauffreudigsten. In mehreren Schritten legte er sich 90.000 Aktien zu, mit den jüngst erworbenen verfügt er über 100.000 Immofinanz-Aktien, die derzeit 225.000 € wert sind. Investiert hat er dafür lediglich 160.100 €, der Gewinn liegt daher bei knapp 65.000 €. Allerdings hat Zehetner auch Immoeast- Papiere gekauft, die deutlich mehr Rendite erzielten. Deren Wert liegt aktuell bei rund 220.100 €, gezahlt hat er aber nur 57.800 €. Mit seinen gesamten Aktiendeals darf sich der Immofinanz-Chef über einen Gewinn von 229.000 € freuen.

Noch nicht ausgezahlt hat sich dagegen der jüngste Aktienzukauf des neuen Post-Chefs Georg Pölzl. Er erwarb Mitte Jänner 6.000 Aktien zum Preis von 19,60 € je Stück. Gestern war die Post-Aktie nur 19,15 € wert. Allerdings dürfte er nicht auf den schnellen Gewinn spekulieren. Seit seinem Amtsantritt im Vorjahr legte er sich mehr als 18.000 Aktien ins eigene Depot. Auch sein Vorstandskollege Rudolf Jettmar sieht Potenzial bei der Post-Aktie und erwarb zusätzlich 1.000 Stück. Seit dem Börsegang vor vier Jahren verfügt Jettmar damit über 10.110 Post-Papiere, die knapp 200.000 € wert sind.

Gorbach wieder aktiv

Und auch der Ex-Politiker Hubert Gorbach wurde Anfang des Jahres an der Wiener Börse aktiv. Als RHI-Aufsichtsrat erwarb er am 12. Jänner in zwei Schritten insgesamt 526 Aktien des Feuerfestspezialisten. Der Wert: knapp 10.000 €. Vor zwei Jahren hat der Ex-BZÖ-Politiker, der seit Juli 2007 im Kontrollgremium von RHI sitzt, schon einmal zugeschlagen. Damals kaufte Gorbach 2920 RHI-Papiere zu Preisen von 13,04 bzw. 14,33 €. Sein Gesamtbestand an RHI-Aktien hat damit einen aktuellen Wert von mehr als 68.000 €.

Tabelle: Aktiendeals 2010

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