Freitag, 03. September 2010 a  
Dialog-backdrop
Artikel versenden

Seidel Group freut sich über volle Auftragsbücher

Geben Sie hier die E-Mail-Adresse des Empfängers ein (z.B. m.mustermann@wb.com). Mehrere Empfänger werden durch Komma getrennt.

von Ursula Rischanek | 05.07.2010 | 21:34

A- A A+ Drucken Artikel weiterempfehlen zu den Kommentaren

Seidel Group freut sich über volle Auftragsbücher

Die Produktion bei Seidel Electronics läuft auf vollen Touren. Kopfzerbrechen bereitet dabei allerdings zurzeit die angespannte Lage am Beschaffungsmarkt.

BEIG

Derzeit werden dank des Auftragsbooms 50 neue Mitarbeiter für die Fertigung elektronischer Bauteile gesucht

"Die Krise ist für uns definitiv vorbei", sagt Maximilian Seidel, Chef der Seidel Holding. Diese bildet das Dach der Seidel Group, zu deren Geschäftsfeldern neben den in der Seidel Electronics gebündelten Electronic Manufacturing Services (EMS) über Antriebstechnik, Sicherheit in Eis und Schnee bis hin zu Liegenschaftsverwaltung und dem Investment reichen.

Zu spüren hat die Turbulenzen vor allem die Seidel Electronics. Der Entwickler und Auftragshersteller für elektronische Bauteile im Bereich EMS musste bis Herbst 2009 Umsatzrückgänge von bis zu 30 Prozent verkraften - seit damals gibt es jedoch "eine wahnsinnige Hochkonjunktur". Angesichts dessen sucht das Unternehmen, das an den drei Standorten in Deutschlandsberg, Ungarn und der Slowakei rund 640 Beschäftigte zählt, derzeit 50 neue Mitarbeiter. Das Umsatzminus der Vormonate konnte allerdings nicht ganz aufgeholt werden - der Umsatz ging von 58 Millionen € im Wirtschaftsjahr 2008/09 auf 52 Millionen € zurück. Im laufenden Wirtschaftsjahr soll er über 58 Millionen € klettern. Der gesamte Gruppenumsatz lag zuletzt bei 65 Millionen €.

Knappes Material

Die Freude über die vollen Auftragsbücher ist jedoch nicht ganz ungetrübt: "Wir kämpfen mit einer massiven Krise am Beschaffungsmarkt", erklärt Seidel. Verschiedene Zulieferer von Bauteilen hätten im Zuge der Wirtschaftskrise ganze Werke geschlossen und kämen jetzt angesichts der gestiegenen Nachfrage mit der Produktion nicht nach. "Die Lage ist angespannt, wir müssen schauen, wie wir Material bekommen", so Seidel. Das Tief im Jahr 2009 habe auch sein Gutes gehabt: Sämtliche Prozesse wurden optimiert. "Bei uns ist im Zuge des Projekts Seidel 2.0 kein Stein auf dem anderen geblieben", sagt der Holding-Chef. Jetzt sei das Unternehmen allerdings gut aufgestellt.

Kommentare… Kommentar hinzufügen…

mehr Archiv…

Umfrage

Bund und Länder im Clinch: Soll Österreich's Förderwesen umgebaut werden?
  • >> Zum Zwischenergebnis