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Dialog-backdrop "Jeder ÖBB-Pensionist kostet 190.000 € zusätzlich"Staatssekretär Lopatka kritisiert die Deckungsquote bei ÖBB- und Bauern-Pensionen. Hier muss der Bund 82 Prozent zuschießen, während es im ASVG nur zwölf Prozent sind. Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka wirft im WirtschaftsBlatt-Gespräch den ÖBB "Säumigkeit bei der Lieferung von nachvollziehbaren Daten zum Pensionsantrittsalter" vor: "Die jüngsten Aussagen von Bahnchef Christian Kern, dass dort im Vorjahr das Antrittsalter um ein Jahr angestiegen ist, kann ich nicht bestätigen." Zudem würden die Aufwendungen für die Pensionen der Eisenbahner kontinuierlich steigen -von 2, 3 Milliarden € heuer auf rund drei Milliarden bis 2014, so der Staatssekretär, der bei den ÖBB mit Ende Jänner weiteres Zahlenmaterial urgiert hat: "Außerdem, ob 52 oder 53 Jahre -das Pensionsantrittsalter der Eisenbahner ist so oder so eine Zumutung für die Steuerzahler." Ein ÖBBler gehe sieben Jahre früher in den Ruhestand. In diesem Zeitraum koste das dem Bund jährlich 27. 000€. "Jeder ÖBB-Pensionist hat bereits Kosten von 190. 000 € verursacht, wenn ein Bundesbeamter erst in Pension tritt", rechnet Lopatka vor. Nur 18 Prozent Deckung Der Vergleich fällt für die Bundesbahn-Mitarbeiter auch in anderer Hinsicht wenig erfreulich aus: Der Deckungsgrad ihrer Pensionen ist gemeinsam mit den Bauern mit Abstand der geringste: Während ASVG-Versicherte zu 88 Prozent selbst für die Pension sorgen, liegt die Quote bei den ÖBB und bei den Landwirten nur bei 18 Prozent. Insgesamt betrug der Bundeszuschuss im Jahr 2009 für die Pensionen 14, 7 Milliarden € -Tendenz steigend. Rund die Hälfte muss für die 244. 808 Beamten, inklusive Eisenbahner, aufgewendet werden. Nicht gelten lassen will Lopatka die Darstellung von ÖBB-Chef Kern, dass die ÖBB den Bund deutlich weniger als sieben Milliarden € pro Jahr kosten. Heuer würden es inklusive Infrastrukturinvestitionen, gemeinwirtschaftlicher Leistungen, Haftungen und Pensionen 7, 8 Milliarden € sein. Er sei sich "nicht sicher, ob die Milliarden-Haftungen angesichts der 20, 6 Milliarden € Schulden der ÖBB nicht noch schlagend werden". Kern sei daher aufgefordert, "umgehend Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Bahn zu erhöhen". Laut Format haben die ÖBB im Vorjahr einen Verlust von 340 Millionen € verbucht, größter Verlustbringer war die Rail Cargo, die 350 Millionen € im Minus lag. Gegen Hackler-Regelung Bei der Schwerarbeiter-Regelung, die der Verfassungsgerichtshof prüft, plädiert Lopatka für eine Nachfolgeregelgung. "Wir müssen hier zu einer Sonderregelung kommen", sagt der Finanzstaatssekretär. Betroffen sind derzeit rund 2100 Personen. Viel dringender ist aus Sicht Lopatkas aber eine Reparatur der Hackler-Regelung. "Die hat den Bund im Vorjahr 1, 8 Milliarden € gekostet", betont er. Kommentare… Kommentar hinzufügen…mehr Archiv…
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2 Kommentare
ja der Lopatka
der ÖBB Hasser - mehr als aufregen kann er sich auch nicht und bringt auch keine Lösungen sondern immer mehr Anschuldigungen und nutzt es für sein Politikum aus! Letztlich muss die ÖBB Baupläme umsetzen, sTrecken sicher machen, Bahnhöfe erneuern, behindertengerecht bauen und hat noch Sachen wie Zentralbahnhof und co am Hals, dafür läufts ganz gut!
Von Gast: Gast: FriedrichderSchiller am 18.02.2011 um 19:55
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Re: Läuft es wirklich so gut?
Nach der Statistik Austria hatte Österreich folgende Ruhegenießer der ÖBB zu bezahlen.
Im Jahr 2008 gab es 18.431 Eisenbahner, welche eine Pension nach der gesetzlichen Pensionsversicherung bezogen haben. Im Jahr 2009 ist deren Zahl auf 14.489 gestiegen, für 2010 liegen noch keine Daten vor.
2008 gab es aber zusätzlich 72.071 ÖBBler, welche einen Ruhegenuss bezogen haben. Für 2009 und 2010 gibt es bei der Statistik Austria keine Daten.
Wir wissen also, dass im Jahr 2008 gut 44.000 aktiven ÖBBler (auch nur offiziell aktiv!) 90.502 Pensionisten und Ruhegenießer gegenüber gestanden sind.
Das hat nichts mit Bahnhofsausbauten oder Streckenbauten zu tun. Im Gegenteil, weil die ÖBBler sich in den Ruhestand vertschüssen und nicht leisten wollen müssen andere Unternehmen die notwendigen Leistungen erbringen, was wieder die Kosten bei der ÖBB steigert.
Die ÖBB machen nichts für Österreich, nur die anderen Österreicher für die ÖBB. Ein reiner Nehmerverein.
Von Gast: Gast: ET am 19.02.2011 um 09:10
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