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Dialog-backdrop Autisten können manche Dinge einfach besser erledigenDen Ausdruck "geschützter Arbeitsplatz" hört der Däne Thorkil Sonne nicht gerne. Denn sein Unternehmen Specialisterne will mehr: Autisten werden hier ausgebildet und an jene Stellen vermittelt, die sie aufgrund ihrer Fähigkeiten besser ausüben können als andere Menschen. Vergangenes Jahr machte Sonne 2,5 Millionen € Umsatz. Begonnen hat die Geschichte, als bei Sonnes jüngstem Sohn Autismus diagnostiziert wurde. Zuerst war Sonne besorgt, dass sein Sohn ein Außenseiter wird, doch dann fand er eine Zeichnung, die Sonne stets mit sich trägt und im Gespräch mit dem WirtschaftsBlatt stolz auspackt: Aus dem Gedächtnis hatte sein Sohn das komplette Inhaltsverzeichnis eines Straßenatlas gezeichnet, inklusive korrekter Seitenzahlen. Sonne erkannte so, dass Autisten ein gutes Gedächtnis haben und sich lange konzentrieren können - er kündigte seinen Job in der IT-Branche und gründete sein Unternehmen. Fünf Monate werden die Autisten hier trainiert, um ihre echten Fähigkeiten herauszufinden. Dabei verbringen sie Zeit mit anderen Autisten und gewinnen an Selbstvertrauen. Später arbeiten sie in Jobs, die starke Konzentration erfordern und sich wiederholende Tätigkeiten beinhalten - während beim Testen von Handys andere Menschen rasch die Konzentration verlieren, können Autisten das stundenlang machen, ohne Motivationsproblem. "In jedem Geschäftsbereich kann unsere Zielgruppe fünf Prozent der Tätig keiten erfüllen", sagt Sonne. Projekt Österreich Sonnes Visitenkarte wird auf der Rückseite von dem Slogan "One Million Jobs" geziert; das ist sein persönliches Ziel. Erfüllen will er dieses unter anderem durch Internationalisierung: In Dänemark, Island und Schottland ist er schon aktiv; in Wien hat er mit Stake holdern gesprochen -zur Markterschließung wäre eine Machbarkeitsstudie notwendig: "Die Anforderungen der Unternehmen sind zwar überall gleich", sagt Sonne, "aber die Wohlfahrtsmodelle sind in jedem Staat anders." mehr Archiv… |
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