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Tool macht Recycling effizienter

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von Petra Spescha | 02.09.2011 | 00:30

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Tool macht Recycling effizienter

Wien. Ressourcen wie Seltene Erden und Edelmetalle sind am internationalen Markt begehrt und teuer. Exportierende Länder wie China sind zunehmend restriktiv in der Ausfuhr. Ausweg aus der Abhängigkeit ist effizientes Recycling, doch noch ist das Wissen um die Zusammensetzung von Abfallströmen begrenzt.

Das Wiener Unternehmen Kerp Kompetenzzentrum Elektronik &Umwelt will das in Zusammenarbeit mit der TU Wien ändern. Eine neue Datenbank soll es Recyclern künftig einfacher machen, ihre Anlagen zur Wiederaufbereitung von Elektroaltgeräten und Altautos einzustellen. "Die Abfallströme werden immer heterogener. In einem durchschnittlichen Handy finden sich zum Beispiel 60 bis 70 verschiedene Materialien", sagt Markus Spitzbart, Manager bei Kerp. In den einzelnen Sammelkategorien sei die Materialzusammensetzung für Recycler deshalb inzwischen fast unmöglich abzuschätzen.

Prototyp kommt

Der neue webbasierte Service soll Daten über die Zusammensetzung von Abfallströmen bestimmter Sammelstellen enthalten. Damit können Recycler gezielt nach wertvollen Stoffen suchen und effizienter wirtschaften. Rund 440.000 € will Kerp in die Entwicklung des Tools investieren. Ende des ersten Quartals 2012 soll ein Prototyp getestet werden. Kerp-Chef Thomas Leitner will dann an die öffentliche Hand herantreten und zeigen, wie bisher ungenutztes Recyclingpotenzial ausgeschöpft und Altwaren effizienter gesammelt werden können.

Pläne in China

Im Automobilbereich ist die Tochter der iPoint Systems GmbH mit einer ähnlichen Methode schon länger aktiv. Eine Spezialsoftware berechnet die Ma terialzusammensetzung von Neuwagen. Damit lässt sich das Recyclingverhalten der Autos beschreiben -Voraussetzung für die Typgenehmigung der Fahrzeuge am europäischen Markt.

Kerp-CEO Leitner hat noch viel vor: "Den Markteinstieg in den USA haben wir bereits geschafft. Unser nächstes Vorhaben ist der chinesische Markt." Dort gleiche sich die Gesetzgebung bis 2013 an europäische Standards an. Leitner will deshalb dort Fuß fassen und denkt an ein Joint Venture. Entsprechende Verhandlungen laufen bereits.

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