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Dialog-backdrop Millionenklage um Fotos von Natascha KampuschAnwalt Georg Zanger wirft hunderten Medien Urheberrechtsverletzung vor: Es geht um unautorisiert veröffentlichte Kindergartenfotos von Natascha Kampusch. Der weihnachtliche Medienhype rund um Entführungsopfer Natascha Kampusch wird vom Wiener Rechtsanwalt Georg Zanger empfindlich gestört: Er bereitet eine Reihe von Urheberrechtsprozessen gegen österreichische und internationale Medien vor, um für seine Mandantin, die Fotografin Eva-Maria Painer, Schadenersatzzahlungen in Millionenhöhe zu erstreiten. "Vor Zeitpunkt der Flucht bis zum ersten Interview von Natascha Kampusch wurden weltweit Bilder aus deren Kindergartenzeit veröffentlicht. Diese stammen alle von Frau Painer, die aber nicht um ihre Zustimmung gefragt wurde." >> Heftige Kritik an APA << Teilweise hätten Nachrichten- und Bildagenturen sowie der ORF diese Fotos sozusagen als Drehscheibe weitergegeben. Es sei "ein richtiger Vermögenszweig" entstanden. "Die APA hat die Bilder sogar mit ihrer Herstellerbezeichnung versehen und damit den Eindruck erweckt, als würden diese von ihr stammen", kritisiert Zanger, der insgesamt gegen "400 bis 500 Medien" vorgehen will. In Österreich seien dies u. a. auch Standard, Heute und Krone, international etwa die Agentur UPI. Zur internationalen Durchsetzung der Ansprüche will sich Zanger seines europäischen Anwaltsnetzes bedienen, in den USA arbeitet er mit der auf Sammelklagen spezialisierten Kanzlei Cohen, Milstein, Hausfeld & Toll zusammen. Der Zeitraum der unautorisierten Veröffentlichungen belaufe sich auf zweieinhalb Wochen, wobei der Urheberwert laut Zanger in der ersten Woche pro Veröffentlichung 10.000 Euro, ab der zweiten 5000 Euro ausmacht. Dazu komme noch der doppelte Betrag als Schadenersatz - insgesamt somit ein Millionenbetrag. Zanger: "Es handelt sich um klare und grobe Urheberrechtsverletzungen, die sich durch Nachfragen leicht verhindern hätten lassen." Eva-Maria Painer selbst hat die umstrittenen Kampusch-Kindergartenfotos ursprünglich der Polizei unentgeltlich für Fahndungszwecke zur Verfügung gestellt. Sie sagt, dass es ihr in erster Linie "nicht ums Geld geht", sondern dass "der Gerechtigkeit Genüge getan" werde. Sie sei auch nicht direkt an Zanger herangetreten, sondern über Branchenvertreter, mit denen sie sich in der Causa beraten hat: "Am meisten hat mich geärgert, dass es bei den Fotoveröffentlichungen viele Urheberrechtsbezeichnungen gegeben hat, nur nicht meine." |
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