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Budweiser Brauerei soll AG werden

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von ( amp) | 07.09.2010 | 00:35

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Budweiser Brauerei soll AG werden

Ceske Budejovice. Die Brauerei Budejovicky Budvar, die seit 1895 das berühmte Budweiser herstellt und derzeit den Status eines "Nationalbetriebs" hat, soll in eine AG umgewandelt werden.

"Die Form des Nationalbetriebs macht die Nutzung der freien Geldmittel auf den Konten dieser Betriebe und ihre Einbeziehung in das Staatsbudget unmöglich", beschreibt eine Sprecherin von Landwirtschaftsminister Ivan Fuksa, der die Umwandlung betreibt, unumwunden die Motive für die Änderung: Der Staat möchte angesichts akuter Budgetprobleme auf die kumulierten Gewinne der Budweiser Brauerei in Höhe von 1, 5 Milliarden Kronen (60 Millionen €) zugreifen, was bei einem Nationalbetrieb nicht ohne Weiteres möglich sei -bei einer AG schon.

Ähnliche Überlegungen gebe es auch bei anderen gewinnträchtigen Nationalbetrieben, vor allem den Staatsforsten Lesy CR und der Post (Ceska posta).

Namensstreit

Experten warnen freilich: Jan Barta vom Institut für Staat und Recht an der Tschechischen Akademie der Wissenschaften meint, dass der Gründer eines Staatsbetriebs-das zuständige Ministerium-sehr wohl beim Finanzabschluss über die Gewinnverteilung entscheiden könne. Vor allem aber befürchtet er im Falle einer Umwandlung in eine AG Nachteile in den Prozessen, die Budweiser im Namensstreit mit seinem US-Konkurrenten Anheuser Bush führt: Deren Anwälte würden zweifellos versuchen, Probleme mit der Rechtsnachfolge zu konstruieren und für sich zu nutzen.

Bekanntlich liegen sich Budejovicky Budvar und Anheuser Bush seit Jahren über die Verwendung des Namens "Budweiser" in den Haaren -aktuell vor allem in Europa mit deutlichen Vorteilen für die Tschechen.

Budejovicky Budvar wurde 1895 gegründet und hat seither 41, 4 Millionen Hektoliter Bier gebraut. Im Vorjahr setzte die Brauerei 1, 3 Millionen Hektoliter ab und dabei zwei Milliarden Kronen (80 Millionen €) um. 45 Prozent der Produktion gingen in den Export. Der Gewinn vor Steuern belief sich auf knapp 300 Millionen Kronen.

Eine Privatisierung plant auch Minister Fuksa zumindest in der laufenden Legislaturperiode nicht.

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