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Dialog-backdrop Erster privater Briefzusteller geht offiziell an den StartEs gibt sie doch. Und zwar jene privaten Unternehmen, die der österreichischen Post bei der Briefzustellung Konkurrenz machen wollen. Die RS-Zustellservice ist gemäß Informationen des WirtschaftsBlatt der erste offi zielle Brieflogistiker neben der Post. Im Jänner dieses Jahres bekam der Vorarlberger Rudolf Sommer die entsprechende Konzession "für die gewerbsmäßige Beförderung von Briefsendungen für Dritte bis zu einem Gewicht von 50 Gramm", wie es in einem Dokument der Post-Control-Kommission im Verkehrsministerium heißt. "Wir sind schon seit 2004 im Bereich Post-Logistik tätig", sagt Rudolf Sommer. Mit der nun erteilten Lizenz hat sich Sommer die Möglichkeit gesichert, in fünf Orten leichte Briefe zuzustellen und abzuholen. Konkret arbeitet die RS-Zustellservice in Hohenems, Götzis, Mäder, Koblach und Altach und hat Zugang zu rund 17. 000 Haushalten und Unternehmen. Sommer kann laut eigenen Angaben gleich auf eine ganze Reihe von Referenzkunden verweisen, für die er künftig auch ganz offiziell den Briefverkehr erledigt. "Die Raiffeisenbank Hohenems und das Amt der Stadt Hohenems gehören ebenso zu unseren Kunden wie lokale Steuerberater", erzählt Sommer, der für seine Dienste bereits elf Mitarbeiter beschäftigt. Neues Angebot An Expansion denkt RS-Zustellservice vorerst nicht. Als nächsten Schritt werden verstärkt Unternehmen in der Region angesprochen. Denen kann Sommer die Abholung von Sendungen sowie die lokale Zustellung anbieten. Briefe, die über die Region hinausgehen, werden in das System der Post eingeliefert. Umgekehrt funktioniert das Geschäftsmodell natürlich auch. Gemäß Einschätzung der österreichischen Post wird es auch künftig bei "Rosinenpickern" wie Rudolf Sommer bleiben. Dass ein großer Player demnächst mitmischen könnte, hat zuletzt der fürs Briefgeschäft zuständige Post-Vorstand Walter Hitziger ausgeschlossen. Die Post selber wird wie berichtet für ihre Billig-Tochter Feibra um eine Brieflizenz ansuchen. Hitziger kürzlich: "Bis Sommer soll es technisch möglich sein, dass Feibra auch Briefe unter 50 Gramm zustellen kann." mehr Archiv…
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