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Dialog-backdrop Grenzen sprengen - immer wiederEin Marathon reicht nicht: Norman Bücher läuft Ultra-Marathons am Berg, in der Wüste und im Dschungel. Sein Motto: Mit der Macht des Willens klappt - fast - alles. Norman Bücher wollte eigent lich Marathons laufen, doch so sehr er es versuchte -mentales Training inklusive -, er schaffte nie eine Zeit unter drei Stunden. Wo andere aufgeben, wollte er herausfinden, woran es hapert -und kam zum Schluss, dass er eher für lange Strecken gemacht ist. Für richtig lange. "Mit Willenskraft ist sehr viel möglich, aber nicht alles", sagt er. Unter Umständen müsse man sich eingestehen, dass man das falsche Ziel verfolgt hat. In seinem Buch "Extrem -Die Macht des Willens" beschreibt Bücher diesen Weg, der ihn nach einigen Jahren dazu brachte, einen der härtesten Extremläufe, den ltra-Trail du Mont Blanc, erfolgreich zu absolvieren: Das sind 166 Kilometer, also ziemlich genau vier Marathon-Distanzen, 9400 Höhenmeter, zehn schwierige Bergpässe -innerhalb von 46 Stunden. Während er die Sportlerkarriere aufbaute -ursprünglich begann der Betriebswirt eine klassische Karriere in der Wirtschaft -, arbeitete er auch an einer Laufbahn als Vortragsredner und Motivationsexperte. "Break your limits" lautet sein Motto, das er vor allem Managern und Schülern vermittelt. Dabei ist egal, wie tief die eigenen Grenzen liegen: Es gilt sie zu brechen, immer und immer wieder. So schaffte Bücher, der sich als durchschnittlichen Läufer beschreibt, Extremleistungen. Lernen vom Scheitern Klingt nach einer reinen Erfolgsstory. In seinem Buch wird aber klar: Es ist genauso auch eine Geschichte des Scheiterns. Immer wieder geriet er in brenzlige Situationen. Einen tagelangen Lauf durch den Dschungel, auf den er sich viele Monate vorbereitet hatte, musste er wegen eines Kreislaufkollapses abbrechen. "Aus dem Scheitern habe ich mehr gelernt als aus den größten Siegen", sagt er heute. Es gehe darum, immer wieder weiterzumachen: "Denken Sie an Gerlinde Kaltenbrunner, die in sieben Anläufen den K2 bestiegen hat: Genau das ist es." Bücher betont auch, dass große Ziele nie ohne Opfer möglich sind: "Wenn ich ein großes Ziel erreichen möchte, gehören Entbehrungen dazu. Man muss in irgendeinem Bereich Verzicht üben." Wer seine Ziele nicht erreicht, hat vermutlich gar keine: "Viele Menschen haben keine Ziele, sondern eher fromme Wünsche oder Vorsätze." Oft liege das daran, dass der eigene Lebensweg noch gar nicht gefunden wurde. Durch die Medien und die Gesellschaft würden häufig "falsche" Ziele wie Statussym ole oder materielle Dinge suggeriert. "Dabei sollte es um die eigenen Werte gehen", so Bücher. Wer so sehr hinter einem bestimmten Ziel her ist wie Bücher, muss aber auch mächtig aufpassen, sich nicht zu übernehmen. Dazu gehört etwa das Feiern und Genießen von Erfolgen anstatt gleich wieder dem nächsten Gipfel entgegenzueifern: "Das ist ein schmaler Grat, wenn man von einer Sache wirklich begeistert ist." mehr Archiv…
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