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Dialog-backdrop History repeating - Das Wunder von Wörgl als VorbildDer Name Silvio Gesell dürfte nur wenigen ein Begriff sein. Dabei lieferte der Kaufmann und Finanztheoretiker die Idee zu einem der bemerkenswertesten Experimente in der Geschichte des Geldes. Umgesetzt wurde sie in der Tiroler Gemeinde Wörgl, als diese während der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre unter leeren Gemeindekassen litt. Der damalige Bürgermeister Michael Unterguggenberger rief daraufhin ein sogenanntes Schwundgeld-Projekt ins Leben, das als "Wunder von Wörgl" in die Wirtschaftsgeschichte eingehen sollte. Arbeit war grundsätzlich genug vorhanden, nur das Geld fehlte, um diese auch zu bezahlen. Schließlich gab die Gemeinde Wörgl ab Juli 1932 eigene Geldscheine aus -den auch als Freigeld bezeichneten Wörgler Schilling. Das Geld verlor bei Hortung monatlich an Wert, wodurch ein schnellerer Umlauf erzwungen wurde. Der Erfolg des Projekts war bemerkenswert: In Wörgl sank innerhalb von 14 Monaten die Arbeitslosenrate von 21 auf 15 Prozent, während überall sonst im Land immer mehr Menschen ohne Arbeit dastanden. In Österreich dachten bald Dutzende von Gemeinden daran, das Erfolgsrezept der Tiroler Gemeinde zu übernehmen. Auch international stieß das Experiment auf große Beachtung. Letztlich wurde das Wunder von Wörgl nach nur 14 Monaten von der Nationalbank gestoppt. Dessen ungeachtet gilt das Wörgler Freigeld bis heute als Vorbild zahlreicher Regiogeld-Initiativen. mehr Archiv…
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