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Bauherrenmodelle weiter interessant

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von Stefan Schmerschneider | 04.10.1997 | 00:00

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Bauherrenmodelle weiter interessant

Stefan Schmerschneider

Durch hohe Zuschüsse bietet das steirische Bauherrenmodell neue Möglichkeiten für Immobilien-Investoren. Nach 15 Jahren kann eine angemessene Miete verlangt werden.

Wien. Bauherrenmodelle sind weiter attraktiv. Das war die Hauptaussage der Konferenz "Immobilien-Veranlagung" des Business Circle.

Wirtschaftstreuhänder Walter Stingl aus Wien zeigte auf, daß Bauherrenmodelle (mit begünstigter 15jähriger Abschreibung sowie mit Vorsteuerabzug) für Verbesserungsinvestitionen in Althäuser und in Denkmalschutzobjekte sowie in förderbare Sanierungsobjekte weiterhin gesetzlich möglich sind.

>> Das steirische Modell <<

Vorreiter ist derzeit die Steiermark. Walter Messner, Geschäftsführer der Wirtschaftsprüferkanzlei TPA, stellte das steiermärkische Bauherrenmodell vor. "Das Land gewährt Förderungen bis zu 15.500 S/m2 in Form eines Annuitätenzuschusses, der auf 15 Jahre verteilt ausbezahlt wird.

Die Miete ist mit der Höhe der Investitionskosten beschränkt und unterliegt nicht dem MRG. Nach 15 Jahren kann man einen angemessenen Mietzins verlangen."

>> Bauherrenmodell klein <<

Rudolf Huber, Vorstand der IFA Finanzgruppe, veranschaulichte das "Kleine Bauherrenmodell". Die steuerlichen Vorteile sind im wesentlichen dieselben wie bei herkömmlichen Modellen.

Die Anleger werden dabei aber Miteigentümer des erworbenen Objekts und nicht Wohnungseigentümer. Dies wurde von den anderen Teilnehmern kritisiert. Will ein Investor aus dem Modell aussteigen, dann entstehen bei der Bewertung des Anteils große Schwierigkeiten.

Als Vorteil des Modells sieht Huber, daß alle Erträge in einen Topf kämen und nach den prozentuellen Miteigentumsanteilen aufgeteilt würden. Die Anleger erzielten ihre Rendite von den Einnahmen des Gesamtobjekts, der Ertrag der jeweiligen Wohnung spiele dabei keine Rolle. Ein weiterer Vorteil läge, so Huber, darin, daß alle Investoren und somit das ganze Objekt einheitlich beim selben Finanzamt veranlagt würde.

Für Neubauten empfahl Walter Messner von der TPA-Treuhand Partner Austria das Kommandit-Erwerbsgesellschaft-Modell. Die KEG ist vorsteuerabzugsberechtigt und kann die Sanierungskosten auf 15 Jahre abschreiben. Die Investoren kommen als Kommanditisten in den Genuß dieser Steuervorteile.

>> Trend zu Plattenbauten <<

Der Trend bei Anlagen in Althäusern geht neben klassischen Gründerzeithäusern zu Plattenbauten der 60er und 70er Jahre. Thomas Malloth, Geschäftsführer der Immobilienkanzlei Gerhard Stingl in Wien: "Darin liegt ein nicht zu unterschätzendes Sanierungspotential."

Karl Petrikovics, Vorstand der Constantia Privatbank AG: "Immobilien bringen höhere Renditen als andere Anlageformen." Die Constantia bietet ein Immobilienanlagemodell an, das jährlich Renditen zwischen 5,18 und 6,30 Prozent nach Steuern je nach Eigenkapitalanteil abwirft. Keine der herkömmlichen Anlageformen wies im Zeitraum 1978 bis 1997 derartige Renditen auf, betonte Constantia-Vorstand Karl Petrikovics.

>> Motive der Anleger <<

Peter Gassler, Geschäftsführer der Erste Real: "Im Vordergrund stehen für Anleger natürlich Ertrags- und Kapitalsicherung. Die Inflation soll kompensiert werden und die Anlage muß Wertsteigerungspotential aufweisen. Neben diesen Motiven spielen entweder die Vorsorge oder die Steueroptimierung die wesentlichste Rolle."

Als ein weiteres Motiv führte Gassler an, daß sich Anleger nicht laufend um ihr Immobilien-Investment kümmern wollten.

Bildtext: Peter Gassler, Geschäftsführer Erste Real: Anleger wollen sich nicht laufend um ihr Immobilien-Investment kümmern müssen

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