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"Investoren sollten ihre Depots einem Stresstest unterziehen"

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von Ingrid Krawarik | 23.02.2012 | 00:33

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 "Investoren sollten ihre Depots einem Stresstest unterziehen"

Interview. Constantin Veyder-Malberg, Vorstand des Private Banking der Capital Bank, über fragwürdige Anlageberater, Weißgeld und Steuern sparen.

Mayr

Constantin Veyder-Malberg ist Chef des Private Banking der Capital Bank mit Sitz im Palais Esterhazy in Wien

Harter Kampf für Private Banking

In Österreich hängt das Überleben einiger Privatbanken am seidenen Faden. Laut einer Studie von KPMG sind es vor allem hohe Regulierungskosten und der harte Wettbewerb am relativ kleinen österreichischen Markt, die den Bankhäusern zusetzen. Die erheblich gestiegenen Kosten lassen sich ertragsseitig meist nicht kompensieren. Die Margen sind zudem im Keller. Margenträchtige Kunden aus Osteuropa und Deutschland sind das begehrte Gut.

Nischen besetzen

Um sich gegen den zunehmenden Wettbewerb aus dem Ausland zu wappnen, bietet das heimische Private Banking im Gegensatz zu Privatbanken aus der Schweiz und Luxemburg eine viel breitere Palette an Produkten. Damit der Kopf über Wasser bleibt, gilt es jedoch, Nischen zu besetzen. "Profitables Wachstum wird unter den derzeitigen Bedingungen nur durch Fokussetzung möglich sein", erklärt Sebastian Fischer, Privatbanken-Experte bei KPMG in Österreich.

Kunden aus Osteuropa, so die Studie, setzen auf transparente Produkte und unabhängige Beratung - auch da hat Österreich Nachholbedarf.

WirtschaftsBlatt: Herr Veyder-Malberg, hat die gute Stimmung an den Märkten auch die Kunden der Privatbanken beflügelt, sich von ihren Cash-Polstern zu trennen?


Constantin Veyder-Malberg: Ich denke, dass auch diesmal viele am falschen Fuß erwischt wurden. Die Situation erinnert ans erste Quartal 2009. Die Kunden hatten vor lauter Angst bei tiefen Kursen verkauft und sind erst wieder eingestiegen, als die Märkte bereits 20 bis 30 Prozent Plus erzielt hatten. Jeder, der Cash...

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