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Dialog-backdrop "Italien rüttelt EU wach"WirtschaftsBlatt: Der Griechen land-Virus hat Italien erfasst. Wie gefähr det sehen Sie die drittgrößte Volkswirtschaft Europas? Stephan Schulmeister: Italien wird sicher nicht in Kürze pleitegehen. Das Problem ist ein anderes, nämlich das Prozesshafte dieses Doppelpassspiels zwischen Rating-Agenturen und Finanzakrobaten, das bei Griechenland, Portugal, Irland und jetzt Italien immer dasselbe war. Quantitativ allerdings spielt Italien in einer anderen Liga. Die negative Seite daran ist, dass ein Hilfspaket für Italien die Dimensionen des Rettungsschirms sprengen würde. Positiv ist, dass dies die EU wachrütteln wird. Sie meinen die Deutschen? Vor allem die Deutschen, damit sie die unsägliche Forderung nach privater Beteiligung fallen lassen, denn die wirklichen Trader trifft man damit ohnehin nicht. Stattdessen sollten sie endlich der Idee Jean-Claude Junckers näher treten und Euro-Bonds schaffen. Worin liegt der Vorteil von Euro-Bonds? Eine Europäische Währungsagentur, die Euro-Bonds zu günstigen Zinsen begibt, wäre die Antwort der Politik auf die Finanzmärkte. Das jetzige Problem ist, dass die Länder gegeneinander ausgespielt werden. Je höher die Zinsen für Griechenland, desto niedriger sind sie für Deutschland. Und wenn es nicht zu dieser Einigung kommt? Dann zerfällt die Union. Das Interview führte DANIELA FRIEDINGER aussen @wirtschaftsblatt .at mehr Archiv…
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