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Kleine Marchfelder Biermanufaktur schlürft am Privatkundenmarkt mit

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von Barbara Forstner | 04.07.2011 | 00:34

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Kleine Marchfelder Biermanufaktur schlürft am Privatkundenmarkt mit

Wien. In Österreich wird bekanntlich gerne Bier getrunken. Auf die Bevölkerungszahl umgerechnet hat das Land EU-weit die größte Dichte an Brauereien. Der Pro-Kopf-Konsum an Bier liegt nach vorläufigen Zahlen derzeit bei 106 Liter im Jahr. 172 Brauereien produzieren jährlich 8,6 Millionen Hektoliter Bier in 600 verschiedenen Sorten. Die Branche erwirtschaftet insgesamt mehr als eine Milliarde €Umsatz.

Negativschlagzeilen

In den letzten Tagen sind einige Großbrauereien wegen des Verdachts auf Preisabsprachen in die Negativ-Schlagzeilen gekommen. Die Bundeswettbewerbsbehörde ermittelt, die Brauer dementieren heftig.

Manfred Bauer, Chef der kleinen Marchfelder Brauerei Storchenbräu, kann sich die Probleme der Kollegen erste Reihe fußfrei anschauen, sie betreffen ihn nicht. Bauer will auch seine Meinung zu dem Thema nicht zitiert wissen.

Lieber spricht er über seine Produkte -neben Bier sind das Limonaden sowie Edelbrände, die in der kleinen Manufaktur in Untersiebenbrunn hergestellt werden: "Wir produzieren nur 160.000 Flaschen im Jahr. Da lacht wahrscheinlich jede große Brauerei. Bei denen ist das eine Tagesproduktion."

Das Besondere an seinen Bieren sei, dass die Lagerzeiten kurz sind, zudem und anders als bei industriellen Bieren, nicht thermisch haltbar gemacht. Sechs verschiedenen Sorten sind im Sortiment: Märzen, Pils, Braunes, Bock-,Weizen-und ein Bio-Bier. Bauer verkauft ausschließlich via Direktmarketing. "Wir sind viel zu klein, um im Lebensmitteleinzelhandel gelistet zu sein. Unsere Kunden sind Vereine, Firmen, Gastronomen und Privatpersonen."

Hervorgegangen ist das Unternehmen aus der im Jahr 2000 gegründeten Marchfelder Edelbrandmanufaktur. Bauer hat 2003 begonnen, heute drei Mitarbeiter und mit dem Vertrieb von Industriealkohol ein zweites Standbein. "Um von der Brauerei leben zu können, müssten wir die Mengen auf rund 2500 Hektoliter steigern", sagt Bauer. Momentan sind es 800 Hektoliter. Er habe die vergangenen Jahre dazu genützt, eine Marke aufzubauen. "Wenn man von null beginnt, ist das ein schweres Unterfangen."

Hohe Investitionen

Heute wird über den Ausbau nachgedacht. Das Problem sind aber hohe Investitionskosten: "Wir wollen ein eues Betriebsgebäude errichten, um unsere Kapazitäten deutlich zu erhöhen. Aber ohne Förderungen wird sich das nicht umsetzen lassen", sagt Bauer. Veranschlagter Kostenpunkt: fünf Millionen €.Bei einem Jahresumsatz von rund 1,8 Millionen €ist das "in dieser Größenordnung nicht machbar", räumt der Bierbrauer ein.

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