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Magna wird Zulieferer für russisches Jo-Mobil

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von Andre Ballin | 05.04.2011 | 00:37

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Magna wird Zulieferer für russisches Jo-Mobil

Moskau. Dem austro-kanadischen Zulieferer Magna winkt ein Großauftrag aus Russland: Das "Jo-Mobil", ein Hybridfahrzeug, das von Milliardär Michail Prochorow lanciert wird, soll mit Teilen von Magna ausgestattet werden. Der Beginn der Serienproduktion des Fahrzeugs ist im September 2012 geplant.

"Das Jo-Mobil soll einige Stereotypen einreißen", erklärt Prochorow. Zu den Stereotypen zählt der Milliardär die Auffassung, dass Russen keine guten Autos bauen können und die russische Automobilindustrie nur mit staatlicher Subventionierung überleben kann. Auch mangelndes Umweltbewusstsein gehöre zu den Vorurteilen über Russland, die es zu widerlegen gilt.

Daher finanziert Prochorows Onexim-Holding das Projekt, entwickelt wird der Wagen von Jarowit Motors, einem Lkw-Produzenten mit Sitz in St. Petersburg. Die Investitionen bis zur Serienproduktion werden auf 150 Millionen € geschätzt.

Noch befindet sich das Fahrzeug, das über einen Benzin- und einen Elektromotor verfügt, in der Entwicklungsphase, doch einen Fan hat der Kleinwagen schon: Premier Wladimir Putin ließ sich in der vergangenen Woche die Chance zu einer Testfahrt nicht entgehen. Von seiner Residenz Nowo-Ogarjowo lenkte er den etwa 10.000 €teuren Kleinwagen zur Präsidenten-Residenz Gorki-9, um das Auto auch Dmitri Medwedew zu präsentieren.

Zulieferer gesucht

Doch noch gibt es zahlreiche Fragezeichen um den Wagen.

Viele technische Probleme sind noch ungelöst und auch die Suche nach zuverlässigen Zulieferern läuft noch. Immerhin einen hat das Jo-Mobil nach Angaben von Chefkonstrukteur Andrej Ginsburg schon gefunden.

"Es gibt inzwischen auch Magna-Fabriken in Russland. Wir wollen in diesen Fabriken Einzelteile für uns bestellen", sagte er. Magna hat seine erste Produktionsstätte in Russland im vergangenen Herbst in St. Petersburg eröffnet. Die Fabrik mit einem Investitionsvolumen von 74 Millionen €sollte zunächst Hyundai, VW, GM und Nissan beliefern.

Kurz darauf wurde auch eine Fabrik in Kaluga eröffnet. Derzeit beschäftigt Magna in Russland rund 600 Mitarbeiter. Die Zahl kann bei entsprechenden Aufträgen aber aufgestockt werden.

HOHE BONI

Wie das WirtschaftsBlatt bereits berichtete, dürfte der Bonus 2010 von Ex-Chef Sigi Wolf (er wechselte im Herbst nach Russland) üppig ausfallen. Die Bezüge von Wolf summieren sich auf knapp 15,6 Millionen $und jene von Co-Chef Don Walker auf 15,7 Millionen $, hieß es gestern. Frank Stronach erhält demnach zu jener Milliarde $,mit der er sich die Abgabe der Kontrolle bei Magna vergolden ließ, nochmals 60 Millionen $.

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