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Dialog-backdrop Neuer Nabel der Autowelt als Chance für Österreichs FirmenOb Porsche Holding, Magna Steyr oder Miba-Österreich setzt auf das Autoland China. Derweil zeigt das Reich der Mitte bei der Shanghai Motor Show seine Muskeln. Shanghai. Morgen öffnet in Shanghai die Motor Show ihre Pforten. Die chinesische Automesse ist vor allem eines: Eine Machtdemonstration des künftig wichtigsten Automarkts der Welt. Bereits im Vorjahr wurden 19 Prozent aller global verkauften Pkw im Reich der Mitte abgesetzt. Und schenkt man einer Prognose des deutschen Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer Glauben, dann wird China bereits 2013 die USA als größter Automarkt der Welt ablösen. Die neuen Machtverhältnisse bergen Risiken, aber auch Chancen für heimische Betriebe. Die Salzburger Porsche Holding ist bereits seit fünf Jahren in China tätig. "Wir haben in China sieben Vertriebsstandorte und beschäftigen 600 Mitarbeiter", sagt Sprecher Hermann Becker. 2010 setzte das Salzburger Traditionsunternehmen in China 500 Millionen € um. Auch für das BMW-Werk in Steyr ist die Entwicklung des Konzerns in China entscheidend. "China ist bereits der drittgrößte Einzelmarkt für die BMW Group", so Unternehmenssprecher Peter Weixelbaumer: "Und wir produzieren in Steyr alle Vier- und Sechszylinder-Diese lmotoren, alle Sechszylinder-Benzinmotoren sowie alle Dieselmotoren für den Mini." Der Zulieferer Magna ist seit Mitte der 1990er in China tätig. Aktuell werden 22 Standorte betrieben, zwei weitere dieser Tage eröffnet. Magna Steyr unterhält in China drei Entwicklungszentren; die ebenfalls stark in Österreich verankerte Magna Powertrain betreibt zwei Werke und drei Entwicklungsstandorte. China auf Einkaufstour Mittelfristig könnte selbst ein Zuliefer-Gigant wie Magna ins Visier chinesischer Übernahme-Begehrlichkeiten geraten. "Die Chinesen werden in Europa und Nordamerika auf Einkaufstour gehen. Unternehmen wie Magna sollten sich dagegen gar nicht wehren." Denn ein chinesischer Miteigentümer brächte Vorteile am wichtigsten Automarkt, so Dudenhöffer. Auch kleinere Betriebe wie die oberösterreichische Miba setzen auf China. Der Zulieferer betreibt 90 km westlich von Shanghai ein eigenes Werk. Der Schritt nach China samt Produktionsstätte kann ein riskantes Unterfangen sein. "Wer nach China geht, um dort Kunden zu akquirieren, hat bereits verloren. Richtig ist der Schritt, wenn man einen Autoproduzenten als langjährigen Kunden hat, der selbst in China produziert", so Dudenhöffer. Ein weiterer Rat für Zulieferer: "Sie sollen chinesischen Studenten von den europäischen Unis holen." PAPPAS IM PLUS Der Salzburger Autohändler Pappas hat sich im vergangenen Geschäftsjahr nach einem Einbruch als Folge der Wirtschaftskrise wieder erholt. Mit 1,06 Milliarden € Umsatz konnte wieder ein Plus von knapp sieben Prozent erzielt werden. Der Erfolg wurde vor allem im Bereich der Nutzfahrzeuge eingefahren. Bei den verkauften Pkw gab es hingegen mit 13.612 Fahrzeugen erneut einen Rückgang um knapp vier Prozent. In Österreich fiel das Minus mit fünf Prozent auf 10.862 (davon 6191 Neu- und 4671 Gebrauchtwagen) sogar nach deutlicher aus. Im Pkw-Bereich verkauft Pappas vor allem Mercedesund Chrysler-Modelle. MEHR GEBRAUCHTE Im ersten Quartal stieg die Zahl der gebrauchten Pkw, die in Österreich zum Verkehr zugelassen wurden um 5,8 Prozent auf 193.710. 20,1 Prozent aller Zulassungen betrafen dabei VW. Deutlich konnten auch Second Hand-Zweiräder zulegen. Hier legten die Zulassungen von Leichtmotorrädern um 15,8 Prozent zu, jene von Motorfahrrädern um 14,4 Prozent. mehr Archiv…
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