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Dialog-backdrop Österreichs Filmfestivals sind finanziell unter ZugzwangSponsoring. Die Diagonale und Crossing Europe müssen fünf Prozent ihres Budgets auf die Beine stellen oder einsparen, weil A1 sich als Sponsor zurückgezogen hat. Zahl1,2 Millionen €Laut Diagonale-Leiterin Barbara Pichler sind etwa 1,2 Millionen € notwendig, um die Diagonale in der bisherigen Form durchzuführen. Die Hälfte davon kommt aus öffentlicher Hand. Der Rest wird von Hauptsponsor Bawag PSK, deren Sponsorvertrag mit der Diagonale allerdings heuer ausläuft (aber vermutlich verlängert wird), und vielen weiteren Sponsoren übernommen. A1 zahlte etwa fünf Prozent der Kosten.
Die Filmbranche muss einen herben Schlag einstecken und steht unter Zugzwang: Vor Kurzem wurde bekannt, dass sich A1 aufgrund von Einsparungen ab sofort als Sponsor von vier Filmfestivals zurückzieht, darunter die Diagonale, das Festival des österreichischen Films, das jährlich im Frühjahr in Graz stattfindet, sowie das nächstgrößte Festival Crossing Europe, das sich auf europäischen Film spezialisiert hat und in Linz veranstaltet wird. Auch die Sommerfestivals "Kino unter Sternen" und "Kino wie noch nie" müssen künftig auf die Unterstützung des Mobilfunkers verzichten. Graz ohne A1-Brand Für Diagonale und Crossing Europe bedeutet das fünf Prozent weniger Budget und -nicht zu vergessen -den Verlust vieler Sachleistungen, von Kommunikationskosten (z. B. Telefon) bis hin zu Marketingleistungen. Die Festivals müssen binnen kurzer Zeit -Graz eröffnet am 20. März, Linz am 24. April -den Sponsorausfall kompensieren. Der dreijährige Sponsoringvertrag der Diagonale mit Hauptsponsor Bawag PSK läuft nach der Festivalwoche 2012 ebenfalls aus. Rudolf Leeb, Sponsoringleiter der Bawag, wird aber den Vorschlag einbringen, den Vertrag zu verlängern: "Für uns ist die Diagonale wichtig, weil wir regional noch nicht so stark aufgestellt sind." Die Bawag versuche, "in jedem Bundesland bei einem Festival dabei zu sein." Die Bank werde einen Teil des akuten Bedarfs abdecken. So wird auf manchen Produkten das Bawag-statt des A1-Logos prangen. "Wir können aber nicht alles auffangen, was A1 bezahlt hat." Einen ähnlich starken Sponsor wie A1 zu gewinnen, hält Pichler für "fast ausgeschlossen". Neben dem Versuch, weitere kleinere Sponsoren auf die Beine zu stellen, und der Adressierung an die öffentlichen Geldgeber, sie mögen die Budgets etwas aufstocken, werden bei beiden Festivals jetzt Erbsen gezählt-und das, obwohl die Festivalleiterinnen betonen, schon jetzt am unteren Limit zu agieren. So müsse die Diagonale etwa seit zwei Jahren alle Mitarbeiter anstellen, auch jene, die nur während des Festivals selbst engagiert werden. Zukunft ungewiss Die Diagonale benötigt mindestens ein Gesamtbudget von etwa 1,2 Millionen €(siehe Zahl), Crossing Europe etwa 500.000 €. Ein großer Einschnitt wie die Streichung eines Festivaltages ist bei der Diagonale für 2012 nicht mehr möglich. 2013 könnte das aber der Fall sein, sollte sich auf der Finanzierungsfront nichts wesentlich verbessern. "Wir müssen den Gürtel enger schnallen, ohne jedoch bereits fixierte Kooperationen und Verträge zu gefährden", sagt Christine Dollhofer, Leiterin Crossing-Europe. Diagonale-Chefin Pichler warnt: "Es wird die Diagonale auch 2013 geben, aber vielleicht nicht in ihrer derzeitigen Form." mehr Archiv…
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