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Osteuropa holt bei Produktivität auf

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von Sissi Eigruber | 12.07.2011 | 00:31

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Osteuropa holt bei Produktivität auf

Insbesondere in Polen, Tschechien und der Slowakei hat sich die Produktivität in der Industrie verbessert, geht aus einer aktuellen Studie der SynGroup hervor.

Wien. "Mit im Vergleich durchschnittlich 21 Prozent mehr Mitarbeitern an den Maschinen war die CEE-Region im Jahr 2010 weniger produktiv als die Region Westeuropa", sagt Walter Woitsch, Partner des Industrie-Beratungsunternehmens SynGroup. "Doch von 2009 auf 2010 hat sich die Personaleffizienz in CEE gegenüber Westeuropa um zehn Prozentpunkte verbessert, während die Verbesserung in Westeuropa nur 1,2 Prozentpunkte betrug."

Die Kluft zwischen West und Ost wird also kleiner. Vor allem in Polen, Tschechien und der Slowakei gebe es Unternehmen mit guter Produktivität, die sogar die Benchmark für Westeuropa vorgeben würden. Dabei handle es sich inzwischen nicht nur um internationale, sondern durchaus auch um lokale Betriebe.

Gestiegen ist im Vergleich zum Vorjahr auch die Auslastung der Maschinen. Sie war in CEE im Jahr 2010 mit 65 Prozent deutlich höher als in Westeuropa, wo der Wert lediglich 54 Prozent betrug. Die Materialeffizienz hat sich insbesondere in CEE verschlechtert. Dort lag der Materialausschuss voriges Jahr 18 Prozent über westeuropäischem Niveau. In diesem Bereich orten die Experten großes Verbesserungspotenzial.

Für die Studie haben die Berater 103 Industriestandorte vorwiegend aus den Bereichen Kunststoff, Papier und Verpackung analysiert. Berücksichtigt wurden in Westeuropa die Länder Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich und Spanien; in Osteuropa Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Slowenien, Serbien, Russland, Ukraine, Moldawien, Rumänien, Bulgarien, Türkei, Estland, Lettland und Litauen.

Tiefststand überwunden

Das Krisen-Tief in der Industrieproduktion ist lautWoitsch überwunden. So wurde die Produktion im ersten Quartal 2011 in Westeuropa um 5,0 und in CEE um 11,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gesteigert. Doch trotz guter Zahlen liegen die Werte noch unter Vorkrisenniveau. Problematisch seien für die Unternehmen die hohen Rohstoffpreise. "Wir hatten ein sehr gutes Jahr 2009.2010 war unser Ergebnis vollkommen verhagelt, weil wir viel zu spät auf die steigenden Rohstoffpreise reagiert haben und diese dann nur mit großen Problemen am Markt weitergeben konnten. Jetzt müssen wir uns gewaltig anstrengen, damit wir wieder in eine positive Ertragssituation kommmen", wird ein tschechischer CEO in der Studie zitiert.

Grafik: MITARBEITER-AUFWAND

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1 Kommentar

Differenzierte Sicht

In den osteuropäischen Ländern gibt es gewaltige Produktivitätsunterschiede zwischen den Betrieben. Vom flinken KMU oder dem modernen Grossunternehmen mit oder ohne westlicher Beteiligung bis zu den Überbleibseln aus der realsozialistischen Zeit, in die seit 25 Jahren nicht mehr investiert wurde, ist alles anzutreffen. Eine statistische Zahl, welche so viele Länder und Branchen überspannt, ist daher wenig aussagekräftig.
www.ascent-ag.ch - Der Spezialist für Osteuropa und Russland

Von Gast: Gast: Michael Derrer am 08.10.2011 um 15:56

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