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Dialog-backdrop Peugeot und General Motors trennt mehr als der AtlantikAutoindustrie. Ungewiss ist der Ausgang der Gespräche zwischen Peugeot und GM. Es besteht Handlungsbedarf, doch die Historie nährt Zweifel an einem Erfolg.
Der General Motors-Börserelaunch im Jahr 2010 ist letztlich missglückt. Auch Peugeot und den "Fusionsopfern" Daimler und Fiat fehlt einiges auf die alten Höchststände
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Traumpaare sehen anders aus. Peugeot Citroen, nicht unbedingt das hübscheste Kind der europäischen Autoindustrie, verhandelt mit dem US-Mitbewerber General Motors - selbst gerade von einer Nahtoderfahrung genesen - über eine gemeinsame Zukunft. Der Ausgang der Gespräche ist ungewiss, der Erfolg eines möglichen Zusammengehens noch viel mehr. Nachdem Peugeot die französische Regierung über die Gespräche mit GM informiert hatte, schnellte die Autoaktie gestern zweistellig in die Höhe. Der Handlungsbedarf der krisengeschüttelten Franzosen, immerhin hinter VW die Nummer zwei in Europa, gilt als offenes Geheimnis. Absatzflaute in Europa Zu sehr ist Peugeot auf Europa konzentriert, während der asiatische und US-Markt höhertourig unterwegs sind. Im Jänner wurden in der EU nicht einmal eine Million Pkw abgesetzt, womit sich der Markt dem Krisenniveau von 2009 bedenklich nähert. In Frankreich brachen die Neuwagenverkäufe gar um über ein Fünftel ein. Kein erfreulicher Jahresauftakt für Peugeot, deren Autosparte im Vorjahr 92 Millionen € Verlust eingefahren hat. Neben dem geplanten Mitarbeiter-und Schuldenabbau wollen die Franzosen nun offenbar mit GM gemeinsam das Steuer herumreißen. Freilich hat auch der US-Riese mit der ebenfalls defizitären Opel in Europa eine eigene Baustelle. Welche Vorteile sich beide Partner abgesehen von Synergien im Vertrieb versprechen, bleibt offen. Bisher sind keine Details über die offenbar schon Monate andauernden Gespräche durchgesickert - von einer losen Kooperation bis zu einem tatsächlichen Zusammengehen scheint alles möglich. Wenn die Causa aber bereits Regierungsebene erreicht hat, steht anscheinend die Familie Peugeot, mit 30 Prozent größter Aktionär, hinter den Plänen. Lose Zusammenarbeit nur vorübergehend sinnvoll Unterschiedlich beurteilen Aktienanalysten die Entwicklung. "Eine Partnerschaft mit GM würde Sinn ergeben, da es sowohl Peugeot als auch Opel an Größe fehlt", meint Sascha Gommel von der Commerzbank. Eine lose Zusammenarbeit macht für Max Warburton von Bernstein Research nur als vorübergehende Lösung Sinn, während ein vollständiges Zusammengehen mit sehr hohen Kosten verbunden wäre. Allerdings müsse die chronische Überkapazität am europäischen Automarkt bereinigt werden, räumt auch Warburton ein. Skepsis ist jedenfalls durchaus angebracht - die jüngere Geschichte der Autoindustrie hat gezeigt, wie schwierig transatlantische Bündnisse sind. Gerade bei Ehen zwischen Amerikanern und Europäern sind Erfolge in der Vergangenheit ausgeblieben.
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