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Raiffeisen-Mediengeschäft steht auf soliden Beinen

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von Günter Fritz | 05.09.2011 | 03:30

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Raiffeisen-Mediengeschäft steht auf soliden Beinen

Raiffeisen-Serie - Die Medienaktivitäten der Giebelkreuzer sind wirtschaftlich gut unterwegs -Ausnahme ist die Außenwerbetochter Epamedia. Der Markenstärke tut das aber keinen Abbruch.

Zitiert

Christian Konrad - Raiffeisen NÖ-Wien-Boss

Wichtig ist, dass die Beteiligungen wirtschaftlich erfolgreich sind

Wien. Dass der Grüne Riese von politischen Gruppierungen fallweise mit Argwohn betrachtet wird, hängt auch mit dessen Medienaktivitäten zusammen: Für SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter etwa "ist Raiffeisen schon wegen der Medien beteiligungen ein Machtfaktor" und den gelte es im Auge zu behalten.

Eine Ansicht, die Christian Konrad, Raiffeisen-Generalanwalt und einflussreicher Boss der niederösterreichischen Landesorganisation, so nicht ganz nachvollziehen kann: "Ja, wir werden kritisiert, dass wir Medienbeteiligungen haben -aber niemand hat gesagt, was wir damit tun sollen." Wichtig sei, dass es sich dabei um "wirtschaftlich erfolgreiche Beteiligungen" handle.

Fakt ist, dass Raiffeisen in der Medienlandschaft Österreichs ein gewichtiges Wort mitzureden hat -vor allem die Raiffeisen Holding NÖ-Wien, die diesbezüglich weitaus am aktivsten ist. Die Beteiligungen an Printmedien, Privatfernsehen, Rundfunksendern oder Außenwerbung sind in der Medicur Holding gebündelt, an der auch die Uniqa und die RZB je 25 Prozent der Anteile halten.

Teile des Medienimperiums sind Mediaprint, Kurier, Niederösterreichische Nachrichten, die Verlagsgruppe News samt Profil, Krone Hit Radio, Sat 1 Österreich, die ORS Rundfunksender GmbH und Epa media (siehe Grafik).

Flaggschiff der Raiffeisen-Printmedien ist der in Ostösterreich gut verbreitete Kurier, dessen Aufsichtsratsvorsitzender Christian Konrad ist. Der seit einem Jahr amtierende Chefredakteur Helmut Brandstätter musste "im Auftrag des Aufsichtrates die Personalkosten" senken, was für beträchtlichen Wirbel sorgte.

Jetzt habe die Zeitung jenen Mitarbeiterstand, den es brauche, um eine Qualitätszeitung zu machen, sagt Brandstätter. Er hat die investigative Berichterstattung verstärkt und setzt "auf Breite und Seriosität" - auch um die Marke zu stärken.

"Klare Verhältnisse"

Mit dem Eigentümer Raiffeisen hat er kein Problem -im Gegenteil: "Wir haben ein starkes Redaktionsstatut und berichten politisch unabhängig, je nach Sachlage." Bei inem klar deklarierten Eigentümer wüssten die Leser sofort, woran sie seien, so Brandstätter: "Im Gegensatz etwa zu einer Gratiszeitung mit einer undurchsichtigen Stiftungskonstruktion im Hintergrund."

Über den Kurier ist Raiffeisen auch an der Mediaprint Zeitungs-und Zeitschriftenverlags GmbH beteiligt und dadurch mit den Mitgesellschaftern Kronen Zeitung und der Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) verbunden. Auch wenn die Zeiten schon einmal besser waren, schrieb die Mediaprint im Geschäftsjahr 2010/11 einen Gewinn von 26 Millionen €.

Im Streit zwischen der WAZ und der Krone-Hälfteeigentümerfamilie Dichand um hohe Gewinnausschüttungen oder Preiserhöhungen ist Raiffeisen eher auf Seiten der Deutschen zu finden. Dass es bei der WAZ derzeit selbst ein Tauziehen zwischen den beiden Gründerfamilien um die künftige Vorherrschaft gibt, beeindruckt Raiffeisen indes wenig: Man könne mit beiden Seiten sehr gut und erwarte sich hinsichtlich der Mediaprint keine wesentlichen Auswirkungen, heißt es.

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