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Schlecker gibt bei Kontrollen klein bei

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von THOMAS PRESSBERGER | 16.11.2010 | 00:31

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Schlecker gibt bei Kontrollen klein bei

Schlecker nimmt die von der Gewerkschaft kritisierte Betriebsvereinbarung über Kontrollen zurück und verhandelt auch Zeitausgleich und Mindestbeschäftigung neu aus.

Der mediale Trommelwirbel wird Schlecker scheinbar auch in Österreich zu laut. Nachdem eine Betriebsvereinbarung über rigorose Mitarbeiterkontrollen bekannt wurde -das WirtschaftsBlatt berichtete exklusiv -, wird die Drogeriehandelskette nun nach einem Gespräch mit der Gewerkschaft gleich drei Betriebsvereinbarungen bis 31. Dezember 2010 neu ausverhandeln. Dabei wird es nicht nur um die Vereinbarung über Kontrollen, sondern auch um jene über Zeitausgleich und Mindestbeschäftigung gehen (siehe Faksimile).

"Wir hatten ein vernünftiges Gespräch, die Zusicherungen von Schlecker liegen auf dem Tisch", sagt der stellvertretende Bundesgeschäftsführer der GPA-djp Karl Proyer. Er ist optimistisch, dass sich Schlecker diesmal wirklich bewegt, da es "eine klare Vereinbarung über den Inhalt und den Zeitverlauf der folgenden Verhandlungen gibt".

Konkret sollen die laut Proyer zu weit gehenden Kontrollen neu verhandelt werden und Teilzeitzuschläge auch tatsächlich ausbezahlt werden -was derzeit nicht der Fall sei. Nicht öffentlich war laut Proyer bisher die Vereinbarung über die Stundenanzahl bei Teilzeitbeschäftigung: "Diese wurde ständig verändert, was für den Mitarbeiter bezüglich Einkommen völlig unberechenbar ist."

Durch "lösungsorientierte Verhandlungen" soll es diesmal für die Schlecker-Mitarbeiter tatsächlich eine Verbesserung geben, die bisherige Hinhaltetaktik gegenüber der Gewerkschaft soll nun endlich Geschichte sein.

Rigorose Kontrollen

Schlecker hat mit dem Betriebsrat -der laut Gewerkschaft mit der Geschäftsführung sympatisiert -eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen, die zu umfangreichen Kontrollen der Mitarbeiter berechtigte. Vornehmlich ging es um die "Verhinderung von Verlusten/Eingriffen in fremde Besitz- und Eigentumsrechte" von Arbeits kollegen und Kunden, "aber auch solche des Arbeitgebers". Die Kontrollen betrafen nicht nur Taschen und Einkaufskörbe der Mitarbeiter sondern auch Spinde, Kleiderkästen, Unterlagen und dergleichen. Wer das Geschäft schon verlassen hat, musste nochmals zur Kontrolle zurückkehren. Seitens Schlecker gab zu dieser neuen Entwicklung bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme.

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1 Kommentar

Mitarbeiterin

Als Mitarbeiterin kann ich sagen, es hat sich rein gar nichts geändert...! Ganz im Gegenteil: Die Kontrollen werden immer schärfer und man arbeitet mit der Angst irgendeinen kleinen Fehler zu machen und eine Abmahnung zu kassieren. Es wird uns täglich mehr abverlangt, so dass einige an ihre physischen und körperlichen Grenzen stoßen!

Von Gast: Gast: Miterbeiterin von Schlecker am 16.09.2011 um 17:53

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