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Smarte Zukunft

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von Peter Sempelmann | 03.02.2012 | 00:32

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Smarte Zukunft

GREEN IT. Mit intelligenten IT-Konzepten und Systemen zur Steuerung werden Gebäude und Elektroautos von Stromfressern zu Stromlieferanten.

Die Prognosen sind ernüchternd. Der weltweite Energieverbrauch wird sich, so schätzt der Weltenergierat, bis zum Jahr 2050 verdoppeln. Zu einem guten Teil ist dieser Anstieg auf die aufstrebenden Regionen in Asien und in Afrika und die dort entstehenden Megastädte zurückzuführen. Jedoch prognostizieren die Experten trotz aller Anstrengungen, Energie zu sparen, auch für die hoch entwickelten Regionen Europa und Nordamerika einen steigenden Energiebedarf-mit allen Konsequenzen für die Energiepreise, den CO 2-Ausstoß und den Klimawandel.

Die Prognosen können, müssen aber nicht stimmen. Die gute Nachricht ist, dass es Lösungen und neue Technologien gibt, die der vom Weltenergierat erstellten Rechnung entgegenwirken. Die Haushalte der Zukunft könnten mit deren Hilfe ihren Energieverbrauch von derzeit durchschnittlich 4400 kWh Strom jährlich deutlich reduzieren und letztlich sogar zu Energielieferanten werden. Der Schlüssel dafür liegt in einer Kombination von klassischen Optimierungsmaßnahmen, die durch Sanierungen erzielt werden können, IT-gesteuerten Innovationen wie Smart Grids und Smart Metering sowie den Elektroautos.

Smart Grids

Strom aus allen Ecken

Der Strom kommt nicht aus der Steckdose -aber auch nicht unbedingt von einem der großen Energieversorger. Mithilfe von Photovoltaikanlagen oder kleinen Windkraftwerken können auch private Haushalte Strom produzieren.

Da der Strom nicht immer dann erzeugt wird, wenn er auch benötigt wird, sind intelligente Stromnetze, die computergesteuerten Smart Grids, notwendig. Sie können den von Tausenden dezentralen Quellen stammenden Strom aufnehmen. Im Grid Control Center laufen die Daten des Netzwerks zusammen. Dort werden Spannungsschwankungen im Minutentakt analysiert und ausgeglichen.

Smart Meters

Denkende Stromzähler

Smart Meters, die modernen Stromzähler, sind keine schwarzen Kästen mehr, an denen man bloß den Verbrauch ablesen kann. Sie sind die Schnittstelle zwischen der Photovoltaikanlage am Dach und den Smart Grids, regeln den Stromfluss und geben in Echtzeit Auskunft über die Energieperformance von Gebäuden. Lösungen wie der von Siemens entwickelte Green Building Monitor oder das Amis-System liefern die Daten an Smartphones oder Tablet-PCs und ermöglichen dadurch eine aktive Steuerung und Kontrolle des eigenen Stromverbrauchs.

Kraftwerk

Virtuelle Energie

Auch eine Mikro-KWK-Anlage im Keller eines Hauses kann Strom und Wärme mittels Kraft-Wärme-Kopplung erzeugen und dabei mehr Energie produzieren als verbraucht wird. Die überschüssige Energie wird in das Netz eingespeist und das Kellerkraftwerk dabei Teil eines virtuellen Netzwerks.

Auf der Seite des Energieversorgers ist dafür ein dynamisches Steuersystem notwendig, das sich automatisch anpasst und den Energiefluss im Netzwerk überwacht und regelt.

Eine wesentliche Rolle spielt dabei die M2M-Kommunikation, die Kommunikation zwischen zwei Maschinen. Heizanlagen im Keller, Smart Meters und Backbone-Rechner sind dabei via Internet vernetzt und können untereinander Daten austauschen.

Management

Energiekontrolle

Via Internet verbundene Heizanlagen, Belüftungen, Klimaanlagen oder Smart Meters, die untereinander Daten austauschen sind keine orwellsche Bedrohung. Für den Benutzer wird es dadurch einfacher und bequemer, die Anlagen zu bedienen. Über in den Anlagen integrierte SIM-Karten und ein Mobilfunknetz liefern diese ihre aktuellen Daten an ein Steuergerät, das auch ein Smartphone oder ein Tablet-PC im Wohnzimmer sein kann. Das hat Zukunft. Die Telekom Austria, die im Herbst mit ihrer M2M-Tochter in das Geschäft eingestiegen ist, geht davon aus, dass in den von ihr betreuten Märkten bis zum Jahr 2015 mindestens zehn Millionen Geräte und Anlagen unterschiedlichster Bauart mittels M2M und über Mobilfunknetze miteinander verbunden sind.

FACTS

Energiehunger

Der globale Primärenergiebedarf wird bis zum Jahr 2035 um rund 4200 Megatonnen ansteigen.

Klimaschoner

Durch technologische Optimierungen an Gebäuden sind bis zum Jahr 2050 CO2-Einsparungen von bis zu zwei Gigatonnen möglich.

Quelle: IEA

LINKS

Smart Cities smartcities.at

Smart Grids smartgrids.eu

Smart Meters e-control.at

E-Mobilität emobility.co.at

Energie sparen klimaaktiv.at

Energy Agency iea.org

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