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Dialog-backdrop TA-Finanzchef Tschuden sitzt fest in seinem SesselWien. Ein Tag, bevor das tiefrote Jahresergebnis für das Jahr 2011 präsentiert wird, hat die Telekom Austria (TA) mit dem bisherigen Finanzvorstand Hans Tschuden einen neuen Drei-Jahres-Vertrag mit einer Option um weitere zwei Jahre abgeschlossen. Tschuden ist seit dem 1. April 2007 TA-Finanzchef. Seit 2009 ist er auch Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden Hannes Ametsreiter. Tschudens aktueller Vertrag endet am 31. März. Im Sommer wurde der neue Vertrag vom TA-Aufsichtsrat durchgewunken. Allerdings hatte ÖIAG-Chef und TA-Aufsichtsratsvorsitzender Markus Beyrer bis zuletzt mit der Unterschrift gezögert. Mit dem Einstieg des Investors Ronny Pecik, der schrittweise über 20 Prozent der TA-Aktien hält, war die Vertragsverlängerung Tschudens auf der Kippe gestanden. Pecik hatte angekündigt, Leute seines Vertrauens in Vorstand und Aufsichtsrat nominieren zu wollen. Tschuden wurde als "Bauernopfer" in einem Deal zwischen Hauptaktionär ÖIAG (28,42 Prozent der TA-Aktien) und Pecik genannt. Die zuletzt aufgekommenen Gerüchte, wonach die Ablöse von TA-Generaldirektor Ametsreiter vor der Hauptversammlung vollzogen wird, wird in Aufsichtsratskreisen sowie in der ÖIAG nicht bestätigt. Ametsreiter wird seit Kurzem von der Staatsanwaltschaft als Beschuldigter in der Telekom-Affäre gehandelt. Er soll von illegalen Zahlungen der TA an Parteien und Organisationen gewusst haben. "Solange Ametsreiter sich nichts zu Schulden kommen hat lassen, stehen wir hinter ihm", sagte TA-Betriebsratschef und Aufsichtsrat Walter Hotz. Informant der TA ÖIAG-Chef Beyrer gerät laut "News" als "Informant" für das TA-Management selbst unter Beschuss. Im Jahr 2008 soll er als Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) vertrauliche Schreiben der TA-Belegschaftsvertretung an IV-Chef Veit Sorger postwendend an den damaligen TA-Chef Boris Nemsic und TA-Vize Ametsreiter sowie TA-Controller Gernot Schieszler geschickt haben. mehr Archiv…
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