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Komercni Banka will an Alons Geld

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von Kid Möchel | 11.10.2000 | 00:00

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Komercni Banka will an Alons Geld

Kid Möchel

Prag/Wien. Die Akkreditiv-Affäre zwischen der tschechischen Komercni Banka (KB) und der Wiener Osthandelsfirma BCL Trading sorgt erneut für Aufsehen. "Wir haben am Donnerstag im Namen der Bank einen Konkursantrag gegen die BCL gestellt, weil wir wissen wollen, welche Vermögenswerte überhaupt noch da sind", sagt Georg Diwok, Wiener Anwalt des zweitgrössten Prager Kreditinstituts. "Die Bank fragt sich, ob die Rechtsverfolgung der BCL überhaupt wirtschaftlich einbringlich sein kann."

Im November '99 hatte die Bank erstmals gegen ihren Ex-Kunden BCL Trading Betrugsvorwürfe erhoben. KB behauptete, bei Akkreditivgeschäften mit BCL um umgerechnet drei Milliarden Schilling geschädigt worden zu sein. BCL-Chef Barak Alon streitet die Vorwürfe ab. Am Wiener Landesgericht ist ein Strafverfahren anhängig.

Am 22. März 2000 brachte die Anwaltskanzlei Kerres & Diwok gegen die Osthandelsfirma Zivilklage ein. Streitwert: zehn Millionen US-Dollar. Diese Forderung wird von der BCL ebenso bestritten wie die Zuständigkeit der Wiener Gerichte. Laut BCL-Anwalt hätte die KB in Prag klagen müssen, da ein entsprechende Klausel im Rahmenvertrag aus dem Vorjahr bestehe.

>> Komplizierter Prozess <<

Die KB-Vertreter entgegnen, dass sich die Zivilklage in Wien auf ältere Akkreditive stütze. Georg Diwok: "Ein Prager Urteil wäre sinnlos, weil es in Österreich nicht vollstreckbar ist." Währenddessen geht die BCL weiterhin ihren Geschäften nach. Der Konkursantrag hat die BCL-Vertreter aber überrascht. "Uns ist noch nichts zugestellt worden", sagt BCL-Anwalt Gerald Göbel. "Ich verstehe es nicht, normalerweise wird der erst nach einem Urteil eingebracht. Anscheinend geht man bei der Bank davon aus, den Prozess nicht gewinnen zu können." (km)

Bildtext: Osthändler Barak Alon im Milliarden-Clinch mit der Prager Komercni Banka

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