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Dialog-backdrop Habsburger-Verfahren zieht sich ein bis zwei JahreDie Familie Habsburg musste in der NS-Zeit Besitzungen an das Nazi-Regime abtreten. Im Gegensatz zu anderen Enteigneten hat sie es bis heute nicht zurückerhalten und geht deshalb jetzt in die Offensive. Wien. Nach Christian Habsburg-Lothringen, der bereits im Mai des Vorjahres im Namen einer Familien-Privatstiftung in der NS-Zeit enteignetes Vermögen von der Republik Österreich zurückgefordert hat, ist jetzt auch Karl Habsburg in die Offensive gegangen: Er verlangt die Rückgabe von Schlössern und 20.000 Hektar Waldbesitz. Bei den Besitzungen im Wert von rund 200 Millionen Euro handelt es sich um Vermögen des 1919 enteigneten habsburgischen Familienversorgungsfonds, das im Austrofaschismus restituiert und vom Nazi-Regime neuerlich enteignet wurde. Offiziell wurde der Anspruch Karl Habsburgs von einem Verein eingebracht, vertreten wird der Kaiserenkel von der Wiener Anwaltskanzlei Kerres & Diwok. Christoph Kerres, der für die Familie Habsburg seit "weit mehr als einem Jahrzehnt" tätig ist, geht davon aus, dass das Verfahren "ein bis zwei Jahre" dauern wird. Laut Statuten muss der im Parlament angesiedelte Entschädigungsfonds binnen sechs Monaten entscheiden - die Frist gilt aber erst, wenn der dreiköpfigen Schiedsinstanz sämtliche Unterlagen vorliegen. Dieser hat Christian Habsburg-Lothringen erst kürzlich ergänzende Gutachten präsentiert, nachdem Rechtsvertreter der Republik das Habsburger-Ansinnen in einer ersten Reaktion als unzulässig erklärt hatten. Insgesamt liegen derzeit drei Restitutionsanträge von habsburgischen Familienzweigen vor, da Ende Jänner auch Michael Salvator Habsburg, Präsident eines Nachfolgevereins des früheren habsburgischen Familienversorgungsfonds, Ansprüche angemeldet hat. |
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