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Zu wenig Akademiker: Schlechtes Zeugnis für Österreich

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von Sabine Berger aus Brüssel | 03.03.2008 | 11:20

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Zu wenig Akademiker: Schlechtes Zeugnis für Österreich

Ein Wirtschaftsranking, das am Dienstag in Brüssel präsentiert wird, ist für Österreich alles andere als schmeichelhaft: Das Land liegt auf dem 13. von 14 Plätzen. Die Studie stammt von der Allianz SE und "The Lisbon Council".

Bilderbox/Wodicka

Brüssel. Der EU-Frühjahrsgipfel naht – und mit ihm der alljährliche Reigen der Wirtschaftsrankings. Der Brüsseler Think-tank "The Lisbon Council" wird am Dienstag gemeinsam mit dem Finanzdienstleister Allianz SE den Europäischen Wachstums- und Jobmonitor vorstellen.

Die 14 größten EU-Volkswirtschaften wurden an Hand von sechs Indikatoren bewertet. Für Österreich ist das Ergebnis nicht gerade schmeichelhaft: Das Land liegt auf Platz 13 und ist somit Vorletzter vor Italien. Am besten schnitten Finnland, Irland und Dänemark ab.

Untersucht wurden Wirtschafts- und Produktivitätswachstum, Beschäftigung, Humankapital in Form der Akademikerquote, zukunftsorientierte Investitionen und Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die hierzulande gestiegen sind, fließen nicht in die Beurteilung ein.

Österreich wird bei dem Ranking einmal mehr die niedrige Akademikerquote zum Verhängnis. Nur 20 Prozent der rotweißroten Arbeitnehmer haben laut der Studie eine tertiäre Ausbildung absolviert (Stand 2006). Im Schnitt sind es in den 15 alteingesessenen Mitgliedsländern 29 Prozent. Die meisten Akademiker sind (relativ betrachtet) in Finnland, Belgien und Irland am Werk. Die Lorbeeren für Belgien sind aber mit Vorsicht zu genießen: Denn die dort ansässigen EU-Institutionen beschäftigen viele Akademiker.

Eine weitere rotweißrote Schwachstelle orten die Studienautoren beim Produktivitätswachstum gemessen in Output pro Beschäftigtem. Nur Italien und Spanien schneiden bei diesem Punkt schlechter ab. Seine beste Platzierung erzielt Österreich in der Rubrik Beschäftigung: Hier liegt das Land hinter den Niederlanden, Schweden und Dänemark auf Rang vier.

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3 Kommentare

Unnötiges Ranking

So lange wir in der Realwirtschaft den meisten anderen Ländern überlegen sind, sollten wir derartige "dumme" Rankings nicht ernst nehmen!

Von Gast: Gast: Christian Pirker am 03.03.2008 um 13:44

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Rankings, die unser Land nicht braucht

Es gibt doch nichts sinnloseres als ein Ranking nach Akademikerquote, da es nur über die Quote an Formalabschlüssen Aufschluss gibt.

Unser Land braucht mehr Techniker, Montanisten und Naturwissenschafter, aber sicher nicht mehr Soziologen, Politik- oder Kommunikationswissenschafter. Was dabei herauskommt, wenn Soziologen und Politikwissenschafter unser Land regieren, sieht man ja.

Von Gast: Gast: HB am 03.03.2008 um 12:36

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Akademische Liftgehilfen

Warum wird diese Studie so widerspruchslos als "schlecht für Österreich" übernommen? Wir haben ein exzellentes duales Ausbildungssystem, hervorragende HTL-Techniker etc., die alle nicht unter "Akademiker" gerankt werden. Die Arbeitslosen-Zahlen und die Wirtschaftsleistung des Landes sprechen wohl eine eigene Sprache! MEHR SELBSTBEWUSSTSEIN, ÖSTERREICH!

Von Gast: Gast: Gott schütze Österreich! am 03.03.2008 um 11:43

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