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Knalleffekt: Wells Fargo spannt Citigroup Wachovia aus

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von Oliver Bayer | 03.10.2008 | 15:15

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Knalleffekt: Wells Fargo spannt Citigroup Wachovia aus

Paukenschlag am US-Bankensektor: Wells Fargo schnappt der Konkurrentin Citigroup die angeschlagene Großbank Wachovia vor der Nase weg.

Zu früh gefreut: Nachdem die Citigroup am Montag in einer Aussendung noch bekanntgab, die Bankgeschäfte der angeschlagenen US-Großbank Wachovia zu übernehmen, hat sich das Blatt nun gewendet. Wie am Freitag bekannt wurde, hat einer der weiteren Interessenten, die Citigroup-Konkurrentin Wells Fargo nun das Rennen gemacht. Für 15,1 Milliarden US-Dollar wird Wells Fargo alle Geschäftsbereiche von Wachovia schlucken. Das Geschäft soll per Aktientausch abgewickelt werden, wie beide Unternehmen in einer gemeinsamen Aussendung verkündeten.

Aufatmen an der Börse

Dem Kurs der Wachovia-Aktie wird diese Neuigkeit sicherlich gut tun. Vorbörslich notierte das Papier bei 6,48 US-Dollar, was einem Plus von 66 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs des Vortags entspricht.

Nicht gut genug

Citigroup hätte sich die Übernahme des Bankengeschäfts 2,16 Milliarden US-Dollar kosten lassen. Zusätzliche finanzielle Unterstüzung dieser Nothilfe wäre durch die US-Einlagensicherung FDIC erfolgt. Dieser Deal war Wachovia anscheinend zu heiß und halbherzig. Die Einigung mit Wells Fargo erfordere nun keine zusätzliche staatliche Unterstützung. Dies dürfte auch letztlich den Ausschlag gegeben haben. "Unser Angebot hat mehr Wert als das vorherige, welches nur die Übernahme des Bankensektors beabsichtigte", sagte Wells Fargo-Vorsitzender Richard Kovacevich in der Aussendung. Und er hat mit der Übernahme großes im Sinn: "Die Wachovia-Aktionäre haben nun die bedeutende Aufgabe am Wachstum und dem Erfolg einer Wachovia-Wells Fargo Bank teilzunehmen, die eines der weltgrößten Finanzunternehmen werden wird", heißt es weiter.

Auch Wachovia-Chef Robert Steel schöpft Hoffnung: "Dieser Deal ermöglicht es uns Wachovia am Leben zu erhalten und den Wert des Unternehmens ohne Hilfe des Staates zu erhalten".

 

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