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Die Unsicherheiten bleiben weiterhin groß

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von Susanne Leiter | 26.10.2008 | 15:27

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Die Unsicherheiten bleiben weiterhin groß

Die Märkte sind zwar billig – das allein ist aber zu wenig. Und weitere Hiobs-Botschafen aus dem Finanzsektor sowie durchwachsene Ergebnisse helfen auch nicht gerade.

„Investoren machen alles zu Geld", „der Markt übertreibt - er hat eine Depression eingepreist" und „man sieht einen extremen Level an Pessimismus. Und das war immer ein gutes Zeichen". So kommentieren Fondsmanager, und Analysten das Geschehen an den internationalen Börsen. Billig hin oder her - auch am Freitag ging es in den USA weiter nach unten (wenn auch nicht ganz so schlimm wie noch vor Handelsstart befürchtet). Alles in allem verzeichnet der Dow Jones damit eine Wochenperformance von minus 9,57 Prozent.

Wenig Erfreuliches kommt nach wie vor aus dem US-Finanzsektor. Am Freitag rettete sich die Regionalbank National City nach Milliardenverlusten in den Arme des Wettbewerbers PNC Financial Services. Im Rahmen des Banken-Rettungspakets schießt die Regierung 7,7 Milliarden Dollar Kapital zu. National City stürzte am Freitag rund 25 Prozent ab, PNC legte leicht zu. Und am Wochenende ist dann die 16. Bank in diesem Jahr in Folge der Finanzkrise zusammengebrochen. Die Alpha Bank & Trust wurde vom staatlichen Einlagensicherungsfonds geschlossen. Die Aufsichtsbehörden rechnen heuer und 2009 mit weiteren Bankenpleiten.

Apropos: Rettungspaket. Das soll jetzt auch zur Stützung von bestimmten Versicherern herangezogen werden können, berichtet das Wall Street Journal.

Und auch die Unternehmensergebnisse sind bisher durchwachsen. Bloomberg-Daten zufolge sind sie im Schnitt um 23 Prozent zurückgegangen. In der abgelaufenen Woche verfehlte vor allem Catterpillar, DuPont, Boeing und Merck & Co. die Erwartungen. Diese Woche stehen unter anderem Zahlen von Verizon, Procter & Gamble sowie GM an. Die Risiken übersteigen nach wie vor die Chancen, glauben die Experten der Erste Bank. Sie rechnen damit, dass ein Test der 800er-Marke im S&P wahrscheinlich ist (aktuell steht er bei 876,77 Punkten). Impulse wird natürlich der Fed-Entscheid am Mittwoch bringen.

Dass Fed-Chef Ben Bernanke an der Zinsschraube dreht, daran besteht nach Meinung der Experten kein Zweifel - die Frage ist nur noch, wie sehr. Interessant ist, dass sich in einer Woche die Erwartung auf eine drastischere Senkung deutlich erhöhte. So sind vor einer Woche die von Bloomberg befragten Experten noch großteils (62 Prozent) von einer Senkung um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent ausgegangen. Mittlerweile glaubt keiner mehr daran, 74 Prozent rechnen jetzt mit einer Senkung um 50, die restlichen 26 Prozent können sich sogar 75 Basispunkte vorstellen.

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