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Replik: Noch immer: Atomkraft – Nein, danke

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von Herbert Huemer | 14.01.2009 | 16:23

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Replik: Noch immer: Atomkraft – Nein, danke

32 Kilogramm CO2 verursacht eine Megawattstunde Atomstrom – bei Abbau, Transport und Anreicherung des Urans.

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Zum Leitartikel „Atomkraft? Ja, wohl
oder übel“ (erschienen im WirtschaftsBlatt vom  9.1.2009)

Wenn es kalt zu werden droht in Europa, weil die Ukraine und Russland derzeit „Pipeline-Monopoly“ spielen, wärmt die Atomlobby ihre Argumente auf. Das ist nicht anders zu erwarten. Überraschend ist, dass diese übernommen werden. Atomkraftwerke würden, Endlagerprobleme hin oder her, „im Gegenzug die Luft nicht verpesten“ schreibt Michael Laczynski in seinem Leitartikel. Die – zugegebenermaßen gewitzte – und an aktuellen Themen ausgerichtete Strategie der Atomlobby setzt seit einiger Zeit wohldosiert exakt auf diese Schiene: Wir sind vielleicht nicht ideal, aber Klima- und Kohlendioxidziele erfüllen Kernkraftwerke letztlich doch.

Reden wir Klartext: 32 Kilogramm CO2 verursacht eine Megawattstunde Atomstrom – bei Abbau, Transport und Anreicherung des Urans. Soviel zum sauberen Atomstrom.

Hilfreiche Subventionen.

Seit 40 Jahren wird die Kernenergie durch subventioniert. Ohne Zuschüsse würde der Atomstrom ein Vielfaches kosten. Stünden für Wind- und Solarenergie Subventionen in ähnlichem Ausmaß bereit, würde sich die Frage nach der Konkurrenzfähigkeit nachhaltiger Energieformen nicht mehr stellen. Ein Prozent der Fläche der Sahara würde ausreichen, um den Strombedarf der Welt mit Photovolataik zu produzieren. Wir müssten nur die Spiegel aufstellen, alles andere – Turbinen und Generatoren – kann aus dem Katalog der Kraftwerkshersteller bestellt werden.

Das ist nicht weniger realistisch, als den Ausweg in der Atomstrom-Produktion zu suchen. Etwa 440 Atomkraftwerke sind derzeit weltweit in Betrieb. Sie tragen aber gerade drei Prozent zur weltweiten Energieversorgung bei. Soviel zur Unverzichtbarkeit. Wer wirtschaftlich, vorausschauend und verantwortlich denkt, wird daher – statt wohl oder übel – nach wie vor sagen müssen: Atomkraft, nein danke!

* Herbert Huemer ist Geschäftsführer der Xolar-Gruppe

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3 Kommentare

Vertuscht CDU-Vize Roland Koch (CDU) schweren Störfall im vom Siemens-Konzern gebauten AKW Biblis?


Bei google news ist eine
+++ Eilmeldung +++
Schwerer Störfall im AKW Biblis
mit Bericht von Karin Müller
„Trotz Strahlung: Koch-Regierung lässt AKW Biblis B weiterlaufen“
Beweis:
http://linkszeitung.de/content/view/170579/42/

Von Gast: Gast: Brille am 18.01.2009 um 10:40

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Replik: Noch immer: Atomkraft

Und ich habe 30 Windräder in Sichtweite. Seit Ausfall der Gaslieferung ist auch der Wind ausgefallen, die Windräder haben sich an einem einzigen Tag gedreht. Wahrhaft eine tolle Alternative.

Von Gast: mayer90 am 15.01.2009 um 10:08

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Re: Kann ich voll bestätigen.

Das mit den Windrädern ist wirklich nur reine "Bauernförderung."
Atomkraft hin oder her, aber so einen dümmlichen Artikel habe ich schon lang nicht mehr gelesen:
"Ein Prozent der Fläche der Sahara würde ausreichen, um den Strombedarf der Welt mit Photovolataik zu produzieren"
Das hat etwa den gleichen Informationswert wie: "Wenn ich reich wär, würde ich mir einen Rolls Roys kaufen."

Von Gast: Gast: gast am 15.01.2009 um 14:15

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