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Dialog-backdrop ÖBB verliert Prozess gegen Deutsche BankDer Österreichischen Bundesbahn droht jetzt der Totalverlust von 612,9 Millionen Euro. Knalleffekt im Prozess der ÖBB gegen die Deutsche Bank um Risikoveranlagungen in Höhe von 612,9 Millionen €: Das Handelsgericht Wien hat die Klage der ÖBB mittels Ende Jänner ausgestellten Urteils abgewiesen - und zwar sowohl das Haupt- als auch die Eventualbegehren, womit die Deutsche Bank das Verfahren in erster Instanz zur Gänze gewonnen hat. Damit steht fest, dass die unter Ex-ÖBB-Finanzchef Erich Söllinger abgeschlossenen Swap-Deals nicht wie von der ÖBB behauptet eine Wette, sondern ein reguläres Finanzgeschäft darstellen. "Wir sind immer davon ausgegangen, dass die Transaktion rechtswirksam abgeschlossen wurde. Das vorliegende Urteil bestätigt dies nun. Die Struktur des Portfolio Credit Default Swaps und dessen Risiken wurden seinerzeit eingehend mit der ÖBB erörtert. Es gab keine Irreführung", erklärte ein Sprecher der Deutschen Bank, die von der Kanzlei Schönherr Rechtsanwälte vertreten wurde: "Es ist damit der Nachweis erbracht, dass wir die ÖBB nicht wie von ihr behauptet vorsätzlich falsch beraten, sondern im Gegenteil ausreichend und richtig informiert haben." "Initiative der ÖBB" Zudem sei die Initiative zum Abschluss des Geschäfts von der ÖBB und nicht von der Deutschen Bank ausgegangen, betont der Sprecher. Die Bank sei "erfreut", möchte aber "kein Siegesgeheul anstimmen" - denn das entspreche nicht ihrem Stil. Das Urteil, das dem WirtschaftsBlatt auszugsweise vorliegt, ist ziemlich ausführlich und umfasst rund 50 Seiten: Die zuständige Richterin des Handelsgerichts, Elfriede Dworak, verneint darin dezidiert das Vorliegen eines abstrakten Geschäfts. Nach Anpassung des Deals Ende November 2005 sei die ÖBB in keinem Fall mehr in einem Irrtum befangen gewesen; diese Vereinbarung sei zudem als Vergleich zu deuten. Der Einwand von Spiel und Wette sei gemäß § 1 Abs. 5 BWG bei Bankgeschäften ausgeschlossen. Das Handelsgericht Wien folgte damit der Argumentation der Deutschen Bank. Für die Bundesbahn bedeutet das Urteil ein extremes finanzielles Risiko. Im schlimmsten Fall droht ihr der Gesamtausfall der 612,9 hochriskant veranlagten Millionen €. Immerhin wurden bisher 477 Millionen € dafür in der ÖBB-Bilanz rückgestellt. Eine Bahnsprecherin kündigte bereits die Berufung gegen das Urteil an. Die ÖBB gehe davon aus, dass "die Chancen bei neuerlicher Begutachtung des Sachverhalts voll intakt" seien. "Vertrag nichtig" Ewald Weninger, der prominente Anwalt der ÖBB, bezeichnet das Urteil gegenüber dem WirtschaftsBlatt als "von nicht besonderer Bedeutung". Er hält den angefochteten Finanz-Deal weiterhin für "eine Wette" samt "nichtiger Vertragsgestaltung", wobei "die ÖBB in die Irre geführt" worden sei. "In Deutschland gibt es zahlreiche ähnliche Prozesse, wo schon ein bestimmter Trend zu erkennen ist", gibt sich Weninger zuversichtlich. Die ÖBB werde durch alle Instanzen gehen. Die nächste ist das Oberlandesgericht Wien.
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10 Kommentare
Gratisfahren...
..für alle wäre sich um diesen Betrag leicht ausgegangen... 200 € mehr Belastung für die Steuerzahler dank dieser genialen Aktion => die Verantwortlichen sollten Dauergäste bei Herrn Elsner werden...
Von Gast: Gast: querleser am 07.02.2009 um 07:55
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interessiert
nicht wieviel geld sie damit machen hätten können. die fahren fahren mit unsrem geld. wenns eine vollkommen private firma ist, können sie von mir aus mit ihrem geld machen was sie wollen, solange sie selbst dafür haften. so sicher nicht!
wenn ich dann noch aussagen vom finanzchef hören muss, dass er sich quasi bei den derivat-geschäften nichts auskannte, fehlen mir echt die worte! was muss der können? excel-tabellen summieren? na bitte, dann kann jeder ab der 3. hauptschule dorthin ... hauptsache er ist der freund vom freund ...
Von Gast: Gast: freunderl am 04.02.2009 um 09:25
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Re: 2. und 3. Instanz
Noch wurden nicht alle Instanzen ausgeschöpft. So hat man noch Hoffnung.
Von Gast: Gast: Marion am 06.02.2009 um 14:45
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Re: Naja
Derivate-Geschäfte sind schon ein bisschen komplizierter als das mit dem "excel-tabellen summieren". Aber ok.
Dennoch: Die ÖBB is wirklich einer der miesesten Vereine die ma mitzahn miasn auf Staatskosten. Gscheider de montieren alle Gleise ab und mochan a großes Postbus-System. Weil: I bin jetzt 17 Jahre und nu genau 1 mal mid am Zug gfoan. Warum? Zu wenig Verbindungsmöglichkeiten im Regionalbereich, Grauslige Züge, lange Wartezeiten u.s.w.
Aber für Warenlieferungen brauchen wir die Bahn wohl doch noch...
Von Gast: Gast: Skeptiker am 04.02.2009 um 10:40
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Re: Re: jaja
Also erstens ist das Postbus Sytem schon mal sehr groß und weit ausgebaut und was will man da mehr, man kann nicht alle Gleise abmontieren, es wird ja auch weiter ausgebaut udn finanziert.
Von Gast: Gast: Hanserle am 05.02.2009 um 17:59
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Tja, ...
... mit SWAPS hätte die Bahn aber auch richtig cashen können - können, hätte, sollte, müsste. Wie das Leben so spielt... Verkauf mas gleich ganz an die Deutsche Ba(h)nk.
Von Gast: Gast: Dr. Alexander Barti am 03.02.2009 um 17:29
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Re: ...hätten so richtig cashen können !?
ich glaube, die Aufgabe der Bahn ist eine andere. Nicht ihre Aufgabe ist es jedenfalls, Geld zu veranlagen mit den Alternativen "verlieren" oder "so richtig cashen". Ein Unternehmen das einem dies bietet gibt es in Österreich jedenfalls schon: Casinos Austria.
Von Gast: Gast: Gast am 04.02.2009 um 10:12
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ÖBB-Österreichischer_Blödel_Bund oder so
Also dieser Dilettantissmus ist schon sagenhaft. Und wie immer, keine Haftung der Manager. Huber hat man sogar noch Geld und Beratervertrag nachgeworfen!
Ich bin versucht, dem Aufsichtsrat zu schreiben und um Stellungnahme zu ersuchen. Die putzen sich natürlich auch ab, schuld ist der Steuerzahler, klar, wer sonst!
Von Gast: krago am 03.02.2009 um 14:24
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na was solls
zahlen tuns eh wieder wir alle. eigentlich müsst ma ja alle gratis fahren dürfen, bei dem was jeder für die ÖBB ausgleichen darf.
absolut nicht überlebensfähig der verein ...
Von Gast: Gast: sparschweinderl am 03.02.2009 um 12:40
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Wäre auch zu viel verlangt gewesen,
mit dem Geld moderne Waggons zu kaufen!
Von Gast: Gast: Schwarzleser am 03.02.2009 um 12:37
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