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Albanien verspricht China eine Sonder-Wirtschaftszone

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21.04.2009 | 11:44

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Albanien verspricht China eine Sonder-Wirtschaftszone

Der albanische Ministerpräsident Sali Berisha hat China eine freie Wirtschaftszone in seinem Land versprochen. Bei einem Besuch in der Volksrepublik erklärte Berisha laut Tageszeitung "Koha Jone": "Diese freie Wirtschaftszone soll China dazu dienen, eine Schlüsselposition innezuhaben - auf dem Balkan und in Europa." Der Premier traf u.a. mit Staats- und Parteichef Hu Jintao und Vize-Regierungschef Hui Liangyu zusammen.

Berisha warb um Investitionen aus der Volksrepublik und sicherte chinesischen Unternehmen, die sich in Albanien engagieren wollen, "maximale Unterstützung" seiner Regierung zu, um "jede nötige Erleichterung" herbeizuführen. Hu erklärte laut der amtlichen Agentur Xinhua: "Die chinesisch-albanischen Beziehungen sind nun an einem neuen Anfangspunkt angelangt mit einer neuen Gelegenheit für weitere Entwicklung."

Unter der kommunistischen Diktatur von Enver Hoxha unterhielt Albanien enge Beziehungen zu China. Hoxha hatte sich 1961 von Moskau abgewendet, als Nikita Chruschtschow mit der Stalin-Ära brach. Zuvor hatte sich Albanien bereits vom Nachbarn Jugoslawien isoliert. Als 1978 nach dem Tod Mao Zedongs dann auch die Beziehungen Tirana-Peking wegen der Annäherung Chinas an den Westen und insbesondere die USA beendet wurden, war Albanien im Sinne von Hoxhas Kurs der strikten Eigenständigkeit bis zur politischen Wende Anfang der 1990er-Jahre noch mehr abgeschottet.

Albanien profitierte damals stark von der dringend benötigten chinesischen Hilfe für Wirtschaft und Militär. So entsandte China Techniker nach Albanien, um eine Industrie aufzubauen. Im Gegenzug fungierte Albanien als Brückenkopf Pekings in Europa und als dessen Sprachrohr in der UNO, ehe die Volksrepublik China 1971 Mitglied wurde. Berisha zog bei seinem Besuch den Vergleich: Als China nach dem Bruch Ende der 1970er-Jahre unter Deng Xiaoping die erste Wirtschaftssonderzone in Shenzhen errichtet habe, habe Hoxha, der 1985 starb, aus Angst vor einer Invasion in Albanien Tausende Bunker bauen lassen und die Bevölkerung in die Armut getrieben.

(APA)

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