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Dialog-backdrop Katar lockt die Fifa mit Hightech-StadienDie Bewerbungsphase für 2018 und 2022 läuft: Katar will als erstes arabisches Land die Fußball-WM ausrichten. Dabei wird tief in die Tasche und die Trickkiste gegriffen. Während die Mannschaften in Südafrika schwitzen, läuft bereits die Bewerbung für die Austragungsorte der WM 2018 und 2022. Diese werden von der Fifa gleichzeitig beschlossen; an Bewerbern von allen Kontinenten mangelt es nicht. Die Chancen sind groß, dass die WM 2018 in Europa stattfinden wird. Weil das Event nicht zweimal nacheinander auf dem gleichen Kontinent abgehalten werden darf, würden für 2022 die Bewerbungen von Japan, Südkorea, Australien und Katar bleiben - und da letzterer Ort das erste Land im Nahen Osten zur Austragung einer Fußball-WM wäre, rechnen sich die Araber entsprechend hohe Underdog-Chancen aus. Die Vorschläge dafür wurden jedenfalls bereits eingereicht; Beispiel-Projekte werden errichtet, die im September von der Fifa begutachtet werden. Das gesamte Projekt wird rund vier Milliarden US-Dollar kosten. Von den insgesamt zwölf Stadien werden drei bestehende ausgebaut, neun werden neu errichtet. Die Entwürfe des deutschen Architekturbüros Albert Speer & Partner GmbH für die Araber: * Am Standort Al-Wakrah wird eine komplette Sport-, Einkaufs- und Erholungsoase entstehen. Auch über die WM hinaus soll der Ort dadurch ein Magnet für Sportbegeisterte in aller Welt darstellen. Der Ausbau dieses Standorts ist auch Teil von Katars Entwicklungsstrategie 2030, da der Ort als ein Schwerpunkt der demografischen Entwicklung gesehen wird. * Das Stadion in Al-Gharafa (siehe oben) erhält eine Fassade aus Bändern, deren Farben sich aus den Flaggen der an der WM beteiligten Nationen zusammensetzen sollen. * In Al-Shamal, einer durch den Fischfang geprägten Stadt, wurde die Form des Stadions einem Dhow, einem traditionellen Fischerboot nachempfunden. Das Stadion wird nahe der weltweit größten freitragenden Brücke liegen, die Katar mit Bahrain verbindet. * Al Rayyan, ein bestehendes Stadion in der Hauptstadt Doha, erhält eine Medienfassade, die das Stadion umschließt. Hier finden sich Sport-News, Werbung oder Live-Übertragungen - je nach Fifa-Entscheidung. Der Schweiß läuft Die größte Herausforderung ist aber die Hitze: Im Sommer sind in Katar über 40 Grad Außentemperatur nicht ungewöhnlich; bei dieser Hitze wäre Sport Selbstmord. Folglich werden die Stadien auf angenehme 27 Grad heruntergekühlt. Bei manchen der Stadien ist das bereits jetzt mithilfe eines Diesel-Aggregats möglich; für die WM sollen aber alle Stadien solar gekühlt werden, durch entsprechende Photovoltaik-Kollektoren auf den Dächern und um das Stadion herum. Um es für die Zuschauer besonders angenehm zu machen, befinden sich unter jedem Zuschauersitz Düsen, die das Einströmen kühler Luft ermöglichen. Manche Stadien wurden von den Architekten so geplant, dass sie modular aufgebaut sind: Nach der WM können die Gebäude teilweise abgetragen und die Teile an andere Orte verfrachtet werden, um den Fußball hinaus in die große, weite Welt zu tragen. Das ist dann auch in Entwicklungsländern mit geringerem Budget möglich. |
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