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Richtige Bürste für jede Anwendung

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von Eva Konzett | 18.10.2010 | 00:35

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Richtige Bürste für jede Anwendung

Klosterneuburg. Die Bande in Richtung Slowakei sind für den Hersteller und Vertreiber von Industriebürsten, TIB, nicht neu. Zum einen exportiert das Unternehmen bereits ins Nachbarland, zum anderen beliefert der Bürstenspezialist österreichische Zulieferer, die in Folge die slowakische Automobilindustrie versorgen.

"Sie brauchen etwa Bürsten in der Motorenproduktion", erklärt TIB-Chefin Cordula Herneth im Gespräch mit dem WirtschaftsBlatt. Motoren werden in der Slowakei nur von Kia selbst hergestellt. Die beiden anderen großen Automobilhersteller, VW und PSA Peugeot Citroen, müssen Motoren beziehen -"manch ein Teil dieser Motoren wurde von einer unserer Bürsten bearbeitet", sagt Herneth.

Erst kürzlich hat Herneth selbst in der Slowakei möglichen Geschäftschancen sondiert. Dabei soll der jetzige Kundenstock nicht übergangen, sondern zusätzliche Kunden gewonnen werden. Bei zwei Unternehmen sei sie offen empfangen worden, so Herneth. Erfahrungsgemäß ergeben sich aber erst in drei bis sechs Monaten "intensivere Kontakte".

Einst in Wien

Seit 1974 ist der Familienbetrieb im Bürstengeschäft tätig. Was als reiner Handelsbetrieb gegründet wurde, ist heute ein Unternehmen mit eigener Produktion für Sonderbürsten. "Jede Anwendung braucht die richtige Bürste. Unsere Aufgabe ist es, diese zu finden", sagt Herneth, die das Unternehmen 2005 übernommen hat. Dafür werden Standardbürsten zugekauft oder Modelle gefertigt. Die Produktion selbst ist auf Sonderanfertigungen in kleiner Stückzahl spezialisiert.

Der Betrieb, der früher mitten in Wien, im dritten und vierten Gemeindebezirk, produzierte, ist mittlerweile nach Klosterneuburg gezogen. Ziel war unter anderem, Produktion und Verwaltung zusammenzuführen.

Auch gen Osten hat sich TIB bereits gewagt. Die Tochterfirma in Slowenien wurde aber vor drei Jahren wieder geschlossen. "Es hat sich nicht mehr rentiert", sagt Herneth. Die Kunden werden nun von Österreich aus betreut. Diese Erfahrung hat das Abenteuer CEE aber nicht enden lassen: "Man soll nichts unversucht lassen", so Herneth.

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