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Dialog-backdrop Huemer kauft Freizeitmöbel um 250 Millionen SKid Möchel, Karl Leitner Nach der Rettung der Steiner Freizeitmöbel GesmbH durch den Industriellen Friedrich Huemer kämpfen die Banken im Hintergrund ums Geld aus der Konkursmasse. Ebensee. In der Affäre um die Mega-Pleite des Ebenseer Kunststoffkonzerns Steiner ist die erste Firmenrettung geglückt. Der oberösterreichische Industrielle Friedrich Huemer (Polytec-Gruppe) ist neuer Eigentümer der Steiner Freizeitmöbel GesmbH, die künftig als Plastic Products Innovation GmbH firmiert. Preis: 250 Millionen Schilling. Davon sind laut KSV 100 Millionen Schilling sofort fällig, 100 Millionen Schilling wurden in Form einer Bankgarantie der Raiffeisen Landesbank OÖ vorgelegt und weitere 50 Millionen Schilling sollen bis Jahresende bezahlt werden. Im Kaufpreis inkludiert sind die deutsche Vertriebstochter (ohne Warenlager) und der Textilproduktionsstandort in Tschechien. "Es ist ein Mordsschnäppchen und es gibt eigentlich nur Gewinner", freut sich Günther Kirchmayr vom KSV in Linz. Sieben Mal musste laut Insidern der Kaufangebotsvertrag abgeändert werden, ehe es im siebenköpfigen Gläubigerausschuss zu einer Einigung kam. Wichtig dabei war auch die Zustimmung der Salinen AG (Androsch/RLB OÖ), auf deren Grundstück das Kunststoffwerk steht. Eines wird Huemer nicht erspart bleiben: Er muss sich noch mit jenen Banken zusammenraufen, die Pfändungstitel gegen die alte Freizeitmöbel-GesmbH haben. >> Steco im Käufervisier << Grosses Interesse gibt es auch an der insolventen Steiner-Firma Steco AG, die Plastikkisten für den Warentransport erzeugt. "Die Steco ist für den, der sie erwerben wird, ein Bombengeschäft", sagt Kirchmayr. "Das Management ist motiviert, das Unternehmen hat jetzt schon mehr Aufträge als Produktionskapazität." Sechs Interessenten gibt es bereits. Neben Friedrich Huemer sollen sich die Ifco-Aco-Systems-Gesellschaft, zwei Fonds sowie ein weiterer Bieter, der noch anonym bleiben will, beworben haben. Laut KSV soll die Steco AG in Bausch und Bogen verkauft werden. Dazu werden die Steiner-Firma ILD-Logistik, sie unterhält Lkw und Waschanlagen für die Steco-Kisten, und die ILD Technology, sie hält die Patente, in die Steco AG überführt werden. >> Kampf ums Geld << Im Hintergrund tobt ein Kampf ums Geld. Jene Banken, die mehr als 2,5 Milliarden Schilling in die Steiner-Gruppe gebuttert haben, wollen sich ein entsprechendes Stück von der Konkursmasse abschneiden. Laut Franz Loizenbauer vom AKV soll bei der nächsten Prüfungstagsatzung über die Aufteilung der von Huemer eingebrachten Millionen unter den rund 500 Gläubigern beraten werden. Bildtext: Friedrich Huemer will nun Marktführer bei Plastikmöbeln werden |
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