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Miba: 2010 wird eine Bewährungsprobe

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von Manfred Haider | 23.12.2009 | 09:47

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Miba: 2010 wird eine Bewährungsprobe

Nach Auslaufen der Kfz-Kauf­anreize wird es für die Zulieferer spannend

Heiße Aktien sehen sicher anders aus. Der Freefloat liegt bei knapp 18 Prozent, die Aktie wird kaum gehandelt und ist im ATXPrime nicht präsent. Dem nicht genug, gehört Miba auch noch zur krisengeschüttelten Branche der Autozulieferer. Produziert werden Sinterformteile, Gleitlager und Reibebeläge, die auch in Schiffen und Flugzeugen zum Einsatz kommen. Auch in diesen Branchen sieht es wenig rosig aus. Alles Gründe, um keine Vorschusslorbeeren zu verteilen. Eine nähere Betrachtung scheint aber dennoch angebracht.

Alles ist relativ. In den ersten neun Monaten lag der Umsatz um 23 Prozent unter dem Vorjahresniveau, der Gewinn brach sogar um 85 Prozent ein. Im dritten Quartal seperat betrachtet lag der Umsatzrückgang im Vorjahresvergleich „nur" noch bei 19 Prozent, der Gewinnrückgang bei 59 Prozent. Eine Verbesserung, die nicht zuletzt durch Restrukturierungsmaßnahmen erreicht wurde. Unter anderem standen auch Kurzarbeit und Personalreduktion auf der Agenda. Der Personalstand wurde weltweit um 311 auf 2621 reduziert. Weiters wurden die Vorratsbestände seit dem Bilanzstichtag am 31. Jänner 2009 um 15 Prozent (bzw. 9,2 Millionen €) reduziert, um die Liquidität zu stärken. Kein unwesentlicher Faktor in Zeiten wie diesen. Andere Autozulieferer hatten in dieser Hinsicht zuletzt Probleme. Der Großteil der Konkurrenz schreibt zudem rote Zahlen.

Bewährungsprobe. Derzeit weisen 32 westeuropäische Kfz-Zulieferer negative KGVs auf, bei einem ist diese Kennzahl höher als bei Miba (derzeit 64), nur bei sieben ist sie niedriger. Und das in einem Jahr, in dem weltweit die Pkw-Nachfrage durch staatliche Zuschüsse angekurbelt wurde. Für den heimischen Fahrzeughandel war 2009 sogar das historisch zweitbeste Jahr. Die Deutschen erwarten für 2009 mit rund 3,8 Millionen Neuzulassungen das beste Ergebnis seit 1992. Nach Auslaufen der Abwrackprämie rechnet der Kraftfahrzeughersteller-Verband VDIK für 2010 aber selbst bei sich stabilisierender Wirtschaftslage mit maximal 2,9 Millionen Fahrzeugen. In manch anderen Ländern ist die Situation ähnlich. Die Herausforderungen dürften also noch steigen - auch punkto Dividende. Für 2008 zahlte Miba noch drei €, bei einem Jahresgewinn von 16,49 € je Aktie. An drei € darf man für 2009 wohl kaum denken. In den ersten neun Monaten 2009 wurden erst 2,61 € je Aktie verdient - nach 17,6 € im Vorjahr. Auch der Aktienkurs ist seit Jahresbeginn gegenüber dem ATX deutlich zurückgeblieben. Hinzu kommt der geringe Streubesitz: Besser weiter von außen beobachten.

Die Grafiken zur Analyse finden Sie am Mittwoch, 23. Dezember 2009, im WirtschaftsBlatt.

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