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HTI: Die Hoffnung stirbt zuletzt

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von Jochen Hahn | 24.01.2010 | 13:17

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HTI: Die Hoffnung stirbt zuletzt

Einem wirklichen Kurs-Comeback fehlt noch die fundamentale Untermauerung.

WB/Peroutka

Warten auf den Ausbruch. Am 7. Oktober strichen wir an dieser Stelle die Comeback-Chancen für die HTI-Aktie nach einer erfolgreichen Kapitalerhöhung heraus. Kurz nach Analyse-Erscheinung gab das leider zum Penny-Stock verkommene Wertpapier dann auch prompt ein sehr ordentliches Lebenszeichen von sich. Ein Move von 0,75 auf
1,10 € machte Lust auf mehr.

Mehr war aber leider nicht drin, denn statt 24,6 Millionen Aktien konnte HTI-CEO Peter Glatz­meier nur gut fünf Millionen neue Aktien zu 1,0 € platzieren. Dazu gesellte sich noch eine Sachkapitalerhöhung des Managements über neun Millionen € durch Umwandlung bestehender Darlehen in Eigenkapital. Und last, but not least kam noch eine „eigenkapitalgenerierende Anleihe" der RLB Steiermark über fünf Millionen € hinzu. Folglich flossen der HTI summa summarum 19 Millionen an Eigenkapital zu, also 5,6 Millionen weniger als geplant. Das Management gibt sich trotzdem zufrieden und findet den Konzern für die Zukunft ausfinanziert.

Die Börse sah das zwischenzeitlich ein ­wenig anders, denn nach dem kurzen ­Höhenflug darf sich die HTI-Aktie mit ­einem Wert von momentan 80 Cent wieder Penny-Stock „schimpfen".

Ganz unbegründet ist das allerdings nicht, denn einem wirklichen Kurs-Comeback fehlt noch die fundamentale Untermauerung. Nach dem ersten Halbjahr lag nämlich, aufgrund des gewinnerhöhenden Restrukturierungsbeitrages der Banken von 34,28 Millionen €, ein positives Konzernergebnis auf Jahressicht im Bereich des Möglichen. Dieser „Traum" zerplatzte allerdings schon im November nach Vorlage der Neun-Monats-­Zahlen. Das Periodenergebnis wies mit ­minus 1,3 Millionen € nämlich schon ein negatives Vorzeichen aus.

28. Mai. Ein erstes Indiz. ob die Umstrukturierung Früchte trägt, erhalten Aktionäre am 30. April bei der Veröffentlichung der Bilanz 2009. So richtig interessant wird es aber erst knapp einen Monat später. Da darf sich dann hoffentlich das ­Management über einen zumindest operativen Turnaround freuen, wenngleich es zum Ausgleich des wohl neuerlich tiefroten Finanzergebnisses eines deutlicheren Konjunktur-Comebacks bedarf. Heuer will CEO Glatzmeier jedenfalls wieder die 200-Millionen-€-Umsatzhürde nehmen, das würde einem Wachstum von gut zehn Prozent entsprechen.
Für uns ist die HTI-Aktie eine Turnaround-Wette mit erheblichem Potenzial, allerdings nur für sehr risikoorientierte Anleger.

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