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Dialog-backdrop AT&S: Das Verlustjahr '09/10 abhaken und vergessenNeun € sind selbst dann gerechtfertigt, wenn man für einen österreichischen Titel gegenüber der internationalen Konkurrenz einen Abschlag einkalkuliert. Dass das laufende Jahr für AT&S kein Honiglecken sein wird, haben wir bereits im Sommer berichtet. Damals gingen wir von einem Verlust in Höhe von 25 bis 30 Millionen € aus. Nach den durchaus guten Zahlen zum dritten Quartal kündigte AT&S für das Gesamtjahr (bis 31. März) ein positives EBIT an – allerdings exklusive den Restrukturierungskosten von 36,5 Millionen €. Das Konzernergebnis nach den ersten drei Quartalen beläuft sich auf minus 3,8 Millionen – wiederum ohne den oben erwähnten Aufwendungen. In Summe kommt AT&S also aktuell auf ein Minus von rund 40 Millionen €. Für das Gesamtjhahr rechnet AT&S mit 360 Millionen € Umsatz. Das heißt, dem Leiterplattenhersteller fehlen noch 87,5 Millionen, die allerdings durchaus realistisch sind. Schaut man sich die Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre an, war das dritte Quartal vom Umsatz her immer leicht schwächer als das zweite – nur heuer gibt es hier eine eindeutige Trendwende: Nach 88 Millionen € im zweiten Quartal steigerte AT&S den Umsatz auf 101,2 Millionen €. Was ebenfalls erfreuen kann, ist die aktuelle EBIT-Marge von 13,4 Prozent, die der Konzern im dritten Quartal erzielte. Hier fließen wohl zum Teil bereits die Einsparungen ein, die sich aus der Verlagerung der Volumensproduktion von Leoben-Hinterberg nach Asien ergeben. Diese Marge wird auf Grund hohen Fixkosten im vierten Quartal nicht zu halten sein, sollte der Umsatz nun rückläufig sein. Daher kann man getrost davon ausgehen, dass das Konzernergebnis inklusive der Restrukturierungskosten bei oder leicht über 30 Millionen € liegen wird. Allerdings handelt es sich dabei eben um Altlasten aus dem ersten Quartal, die am Besten abgehakt werden. Branchenanalaysten rechnen mit jährlichen Wachstumsraten von 20 Prozent bei Smartphones. Dass AT&S bei ihrem in diesem Bereich bislang wichtigsten Kunden, Nokia, zurückhaltend ist, hat einen guten Grund: Der finnische Handy-Hersteller produziert für Wachstumsmärkte wie China und Indien verstärkt günstige Handys in einem Preisband zwischen 20 und 60 €. Dass die dabei verwendeten Leiterplatten nicht gerade eine technische Herausforderung sind, ist klar. Dass die damit erzielbare Marge nicht beeindruckt, ebenfalls. AT&S hat sich daher auf andere Smartphone-Hersteller konzentriert, deren Aufträge sich noch lohnen. Fazit. Für das laufende Jahr kann wohl nicht ernsthaft mit einer Dividende gerechnet werden – also ist dies kein Grund, in AT&S zu investieren. Aber die Produktionsverlagerung nach Asien sollte sich im neuen Wirtschaftsjahr spürbar auswirken. Halten die Prognosen – vor allem im Bereich Mobile Devices – sollte es nicht nur beim Umsatz sondern auch beim Gewinn wieder aufwärts gehen. Aber auch charttechnisch sieht es recht vernünftig aus: Bei 7,50 € zeigen die Fibonacci-Linien jedoch einen Widerstand. Nach der Bekanntgabe der Q3-Zahlen schnellte die Aktie auch hoch, scheiterte letztlich erst einmal an dieser Hürse. Wird diese Marke aber überwunden, ist der Weg frei bis 8,60 €. Nach unten sollte man sich aber bei 6,30 € absichern. mehr Analysen…
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