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Dialog-backdrop CDOs sind tot, es leben Re-Remics!Goldman Sachs Group, JPMorgan und mindestens sechs andere Investmentbanken verpacken unbeliebte Hypothekenanleihen neu und vermarkten diese an US-Pensionsfonds. Die zuletzt verschmähten CDOs sind wieder gefragt. Collateralized Debt Obligations, die den Banken Abschreibungen und Kreditverluste bis zu 400 Mrd. Dollar beschert haben, finden unter einem anderen Namen wieder Käufer, nämlich als Re-Remics - "Resecurizations of Real Estate Mortgage Investment Conduits". Goldman Sachs Group, JPMorgan und mindestens sechs andere Investmentbanken verpacken unbeliebte Hypothekenanleihen neu und vermarkten diese an US-Pensionsfonds. Re-Remics enthalten Tranchen, die stärker als CDOs gegen Verluste bei den zugrunde liegenden Krediten schützen. So sollen qualitativ bessere Anleihen von risikoreicheren Papieren getrennt werden. Damit erhöht sich die Chance, dass die besser benoteten Anleihen ihr Spitzenrating behalten, wodurch ihr Wert genügend steigt, um den Gesamtwert des Hypothekenportfolios zu steigern, erläutert Doug Dachille, Vorstandsvorsitzender bei First Principles Capital Management. Die niedriger bewerteten Tranchen von Re-Remics würden als erste Verluste aus Zahlungsausfällen der zugrunde liegenden Hypotheken zu spüren bekommen. Eine Anleihe, die bei 40 Cent je Dollar Nominalwert gehandelt wird, könnte in eine Tranche mit einem Wert von 80 Cent und eine andere Tranche gespalten werden, die dann billig genug platziert wird, um Erträge von bis zu 20 Prozent zu ermöglichen, so Dachille. "Es ist eigentlich die Reinkarnation der CDOs", sagt Paul Colonna, Chief Investment Officer bei GE Asset Management. "Die Struktur ist dieselbe, aber sie haben ein ganz anderes Bewertungsniveau." GE Asset Management erwägt, die Die Abkürzung Re-Remics steht für die Neuverbriefung von Hypothekenanleihen. Es gibt diese Papiere seit mindestens 15 Jahren. Sie dürften den Markt für neue Hypothekenanleihen wieder beleben", erwartet Bernard Maas, Analyst bei der Ratingagentur DBRS. "Wenn die illiquiden Papiere an Interessenten vermarktet werden, kann es bei strukturierten Finanzierungen einen Neuanfang geben, hofft der Markt." Geschäftsbanken und Sparkassen hielten am 31. März nicht von Realkreditinstituten begebene Hypothekenanleihen im Volumen von 370 Mrd. Dollar, zeigen Daten der Federal Deposit Insurance. Ein Großteil davon kann angesichts der Subprime-Krise nur mit einem erheblichen Abschlag abgeben werden. So hatte Goldman Sachs zum 30. Mai für etwa 15 Mrd. Dollar Hypothekenanleihen in seinen Büchern stehen. Bei Lehman waren es ebenfalls 15 Mrd. Dollar. Während das Emissionsvolumen von forderungsbesicherten CDOs von 227 Mrd. Dollar 2007 auf weniger als eine Milliarde Dollar in diesem Jahr abgesackt ist, boomt der Markt für Re-Remics. In den ersten fünf Monaten 2008 wurden laut Inside MBS & ABS derartige Papiere im Volumen über 9,3 Mrd. Dollar geschaffen. Das ist fast dreimal soviel wie vor einem Jahr und entspricht 47 Prozent der in diesem Zeitraum begebenen Hypothekenanleihen. 2007 erreichte das Volumen den Rekordwert von 25 Mrd. Dollar, in diesem Jahr dürfte dies noch übertroffen werden, erwartet die Indem sie die schlechter eingestuften Tranchen verkaufen und die besseren behalten, können Banken die gesamte Kreditqualität ihrer Vermögenswerte verbessern, erläutert Matthew Jozoff, Analyst bei JPMorgan. Risikoreichere Re-Remic-Hypothekenpapiere wären ein natürliches Investment für Hedgefonds. Die Papiere bieten höhere potenzielle Renditen in einer Zeit, in der es schwer ist, Erträge über die Kreditaufnahme zu erzielen. Die gegenwärtigen Re-Remics seien für Händler eine Möglichkeit, Liquidität aufzuspüren und die Papiere aus ihrem Bestand zu bekommen, erklärt Maas. Banken hätten die Tranchen mit der niedrigeren Bonität gekauft, einige erwägen die Papiere für ihre Pensionsfonds zu erwerben. First Principles will möglicherweise einen Fonds für Pensionsfonds auflegen, die in diese Papiere investieren wollen. "Sie würden die meisten dieser Papiere nicht ohne zusätzliche Kreditgarantie kaufen", berichtet er. "Sie sind mit einer Rendite von 7,5 Prozent zufrieden, sie wollen nur eine größere Gewissheit, dass sie diese auch bekommen." Transamerica Life Insurance, eine Tochter von Aegon, gehört zu den Investoren bei Re-Remics, die Lehman Brothers Holdings in diesem Jahr geschaffen hat. Reliance Standard Life Insurance, eine Tochtergesellschaft von Delphi Financial Group, ist bei einem Re-Remic von Countrywide Financial engagiert. mehr Börse International…
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