Cerberus schreibt Milliarden-Verluste bei Finanzkonzern GMAC
Der maßgeblich dem US-Fonds Cerberus gehörende Finanzkonzern GMAC LLC hat wegen der Hypothekenkrise und Abschreibungen auf Leasingverträge für Fahrzeuge im dritten Quartal einen Verlust von 2,52 Mrd. Dollar (1,96 Mrd. Euro) erlitten. "Die wirtschaftlichen Gegebenheiten und das Marktumfeld haben für unser Geschäft erbarmungslose Bedingungen geschaffen", erklärte Firmenchef Alvaro de Molina am Mittwoch.
In diesem Geschäftsklima sei es oberstes Ziel des Unternehmens, Ressourcen sparsam einzusetzen und sich auf die schlechtere Verfügbarkeit von Liquidität einzustellen.
GMAC schrieb von Juli bis September das fünfte Vierteljahr in Folge rote Zahlen. Seit Mitte 2007 häufte das Unternehmen damit bereits Verluste in Höhe von 7,9 Mrd. Dollar an. Die Hypothekentochter Residential Capital LLC fuhr in acht Folgequartalen gar einen Gesamtverlust von 9,1 Mrd. Dollar ein. Im abgelaufenen Quartal belief sich der Verlust von ResCap auf 1,91 Mrd. Dollar.
In diesem Zeitraum habe GMAC der Hypothekentochter Verbindlichkeiten in Höhe von 197 Mio. Dollar erlassen, sowie im Oktober eine zusätzliche Summe, erklärte GMAC. Dennoch sei das Überleben der Sparte zweifelhaft. Residential Capital ist einer der größten Hypothekengeber des Landes.
Die Zahlen von GMAC werden auch dem angeschlagenen Autobauer General Motors wehtun, der noch immer mit 49 Prozent an GMAC beteiligt ist. Den Rest hält die Beteiligungsgesellschaft Cerberus. Cerberus ist in Österreich Eigentümer der BAWAG.
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