von Leo Himmelbauer | 09.06.2009 | 11:18
Online-Broker Flatex wagt den Börsegang zu 3,90 je Aktie
Flatax-Chef Stefan Müller macht seine Ankündigung wahr und startet den Börsegang. Ab 17. Juni können Aktien gezeichnet werden.
Es wird der heuer erste Börsegang eines deutschen Unternehmens und er wird auch nicht allzu üppig ausfallen, wenn es so kommt wie am Dienstag angekündigt. Online-Broker Flatax bietet von 17 bis 26. Juni Privatanlegern 800.000 junge Aktien zum Stückpreis von 3,90 € an. Bei entsprechender Nachfrage sind alle Papiere für Kunden reserviert. Vor der Kapitalerhöhung ist das Grundkapital der Gesellschaft in 8,5 Millionen Aktien eingeteilt. Nach dem IPO würde sich ein Börsewert von etwas mehr als 36 Millionen € ergeben. Die Erstnotiz im Entry Standard der Frankfurter Börse ist für 30. Juni geplant. Betreut wird der Börsegang von der Emissionsbank biw Bank für Investments und Wertpapier AG, Willich.
Flatex mit Sitz in Kulmbach hat im Vorjahr ein Vorsteuerergebnis von 1,12 Millionen € erzielt (plus 46 Prozent). Ohne Marketing-Aufwendungen wären es 4,7 Millionen € gewesen. Die Zahl der Kunden wurde um 61 Prozent auf mehr als 44.000 gesteigert. Bis April 2009 gab es einen neuerlichen Zuwachs auf 53.000 Kunden, das betreute Kundenvermögen stieg auf 654 Millionen €.
Müller will den Erlös aus dem Börsegang für die Expansion verwenden. Vor allem der Handel mit Contracts für Difference soll ausgebaut werden.
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