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Banker brauchen Kohle - Citigroup hebt Gehälter um 50 Prozent an

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von Harald Fercher/Agenturen | 24.06.2009 | 13:11

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Banker brauchen Kohle - Citigroup hebt Gehälter um 50 Prozent an

Die angeschlagene Citigroup, die von der US-Regierung 45 Milliarden Dollar erhielt, will die Grundgehälter ihrer Angestellten um bis zu 50 % anheben. Damit will man die entfallenden Bonusvergütungen kompensieren.

Gute Leute kosten Geld - das wissen selbst die Manager der amerikanischen Großbank Citigroup. Was aber tun, wenn auf Grund der schwersten Rezession seit dem zweiten Weltkrieg und den damit verbundenen Verwerfungen an den Kapitalmärkten, die einstmals ausgeklügelten Bonussysteme nicht mehr funktionieren? Nun ganz einfach, man erhöht das Grundgehalt und das gleich saftig.

Dieser Logik folgen derzeit die Manager der amerikanischen Großbank Citigroup, die sich aus dem US-Bankenpaket 45 Milliarden Dollar gesichert hat. Um im "herausfordernden Marktumfeld", wie es ein Citigroup-Sprecher laut Nachrichtenagentur Bloomberg formulierte, auch weiterhin kompetitiv zu bleiben, sollen die Grundgehälter der Banker um bis zu 50 % angehoben werden, berichtet die New York Times.

Die größten Anhebungen des Grundgehaltes sollen an die Investmentbanker und Händler gehen. Mitarbeiter aus den Bereichen Consumer Banking, Kreditkarten und Riskmanagement werden mit geringeren Gehaltsangleichungen abgespeist. Um die Angestellten bei Stange zu halten seien auch Millionen von Aktienoptionen geplant. Durch die Veränderungen des Gehaltssystems soll das Gesamtgehalt allerdings nicht steigen, heisst es von Seiten der Bank. Man will lediglich die Balance zwischen fixem und Bonus-Gehalt verbessern.

Laut Nachrichtenagentur Bloomberg fielen die Gehälter und Provisionen, der größte Kostenblock bei der Citigroup, im Vorjahr mit einer Summe von 32,4 Milliarden Dollar um 4,3 % geringer aus als im Jahr davor. 2008 hat die Bank einen Rekordverlust von 28 Milliarden Dollar erzielt, im Jahr davor war es ein Gewinn von 3,2 Milliarden.

Doch nicht nur die Citigroup will - angesichts der Lage an der Finanzmärkten - die Grundgehälter ihrer Angestellten anheben. Auch die Züricher UBS hat die Grundgehälter um 50 % nach oben angepasst. Die Bank of America, die die angeschlagene Investmentbank Merrill Lynch aufgesogen hat, erklärte bereits im März, dass sie ebenfalls die Basisgehälter anpassen werde.

In der Vergangenheit machten die Bonuszahlungen ca. zwei Drittel des Gesamtgehaltes der Banker aus, berichtet Bloomberg. Die Grundgehälter lagen laut einem Gehaltsspezialisten zwischen 80.000 und 300.000 Dollar und wurden dann oftmals mit millionenschweren Bonuszahlungen aufgefettet. 2007 lukrierten die Angestellten der damals fünf größten Wall Street Banken (Goldman Sachs, Morgan Stanley, Merrill Lynch, Lehman Brothers und Bear Stearns) von denen heute nur mehr zwei in dieser Form existieren, eine Rekordsumme von 39 Milliarden Dollar an Bonuszahlungen.

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8 Kommentare

Der Terror der Investmentbanker

Laut Wikipedia ist die Definition von Terror: Terror (lateinisch terror, von terror, terroris, „Schrecken“) ist die systematische und oftmals willkürlich erscheinende Verbreitung von Angst. Nun sind durch ihr unverantwortliches Handeln die Investment-Banker für enorme Existenzängste von Millionen von Menschen weltweit verantwortlich. Die Krise wurde noch nicht einmal zu Grabe getragen und schon führt uns diese Schicht fast schamlos vor Augen, dass sie zu einer Gruppe gehören, die nie verlieren. Keiner von ihnen hatte Verantwortung übernommen, für die Milliarden die sie mit weit überzogenen Risikoprodukten verspielt haben - aber sollte es positiv laufen "müssen" diese Leute Millionen verdienen. Diese Vorgänge sind mittlerweile einer Gesellschaft nicht mehr würdig und man muss sich Fragen, wer die wahren Terroristen des 21. Jahrhunderts sind!

Von Gast: Gast: ethico am 25.06.2009 um 22:10

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Als Mensch aus der Realwirtschaft bezeichnet man diese Vorgansgweise als..

- Irre
- Durchgeknallt
- Verantwortungslos
- Niederträchtig
- Gemein

Dafür ist wirklich kein Verständnis da. Es ist auf jeden Fall die Poltik gefordert, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Wenn die Finanzwirtschaft und auch die Regierungen nicht zur Einsicht kommen, wird das Risiko der Einführung von Minimal und Maximallöhnen stark steigen. Diese Diskussionen hatten wird schön öfter. Ich erinnere mich an ein 1:7 Verhältnis, welches immer wieder besprochen wurde.

Das würde dann auch für Herren Stepic, Treichl, Nowotny oder auch den Kanzler und Bundespräsidenten ein Jahresgehalt von etwa 80.000.- Euro Brutto bedeuten.

Setzt man diese Einkommen in einen Vergleich zu den 2,7 Mio. Österreichern welche mit unter 786.- Euro pro Monat leben müssen, dann wäre auch diese korrigierte Entlohnung noch immer fürstlich.

Von Gast: Gast: ET am 24.06.2009 um 15:16

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Re: Frechheit!

Von was bitte reden SIE??? Wie sollen wir bitte um 80.000 EUR unsere Frauen, Geliebten... unser gutes Essen und die Wohnungen finanzieren? Sind sie denn ganz durchgeknallt?

Man sollte gerade jetzt ein Zeichen setzen und die Banker mit fetten Bonis belohnen, weil Sie den Karren wieder aus dem Dreck gezogen haben.

Von Gast: Gast: Bank am 24.06.2009 um 16:02

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Re: Re: *lol*

"... den Karren wieder aus dem Dreck gezogen haben ..."

Ja, natürlich! Nur nicht aus eigener Kraft - sämtliche "kleinen Leute" haben da mitgeholfen, den Karren rauszuholen!

Aber in den Dreck hineingefahren hat man den Karren ganz alleine - und dafür gibt's jetzt die bis zu 50% fetten Gehaltserhöhungen!

"Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht." Irgendwann wird dieses Sprichwort (auch) für die Banker traurige Wahrheit werden - und auf diesen Tag freue ich mich besonders. :-)))

Von Gast: Gast: Peter am 25.06.2009 um 14:11

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Re: Re: Re: ...

Ich vermute mal ganz stark dass das Ironie war *ggg*

Von Gast: Gast: andi102 am 25.06.2009 um 22:04

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Re: Re: Re: Re: ich auch

jedoch sind die meisten poster schon so verbohrt in ihr ständiges nörgeln und jammern, dass ihnen dies noch gar nicht aufgefallen ist!

Von Gast: Gast: pega am 26.06.2009 um 07:51

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Re: Re: den Karren aus dem Dreck gezogen

eher, hineingefahren. Falls noch nicht bemerkt wir stehen vor dem dicken Ende.

Von Gast: Gast: optimist am 24.06.2009 um 22:35

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Re: Re: Re: Leute!

Wo liegt das Problem?
Ich würd' mich freuen wenn's bei den Ö-Banken auch so wäre... brauch eh mal wieder ein neues Auto... ;-)
Nix für ungut (aber er rostet wirklich schon...^^)

Von Gast: Gast: Manni am 26.06.2009 um 09:38

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